Kapitel 13

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"Was ziehst du so ein Gesicht? Freust du dich nicht?", fragte mich Nuri. "Mh, ich weis nicht. Seit dem Krankenhaus will sie die perfekte Mum sein, aber die letzten 15 Jahre hat es sie nichmal gekümmert wie es mir geht." "Ich weis aber auch nicht warum das so gelaufen ist,",sagte Nuri. Er drehte das Radio lauter. Da kam das neue Helene Fischer Lied 'Atemlos durch die Nacht' und wir mussten mit singen, weil das so lustig ist. Wir verzogen unsere Gesichter und fuchtelten irgendwie in der Luft rum. Als wir an einer Ampel anhielten schauten uns Passanten schon komisch an. Wir lachten uns kaputt.

Am Café angekommen stiegen wir aus und gingen hinein, hier war recht viel los. "Hallo Mama.", sagte Nuri und umarmte unsere Mum. Ich schaute nur mit einem aufgesetzten lächeln zu ihr und setzte mich hin. Ein Kellner kam heran und wir bestellten etwas zu trinken. Nach einer Zeit kam es dann auch. Ich setzte meinen Kakao an und trank etwas. Also, jetzt erklär mir mal warum du und Papa mich abgeben musstet.",fragte ich gleich direkt. Sie starrte auf den Tisch. "Du musst verstehen, ich war damals zu jung für ein zweites Kind. Ich hätte dich gerne behalten,aber es ging einfach nicht und als ich dazu bereit war, wurde mir nicht verraten wo du bist." Sie weinte. Ich hätte fast mit geweint. "Oh das.. das wusste ich nicht.", ich stand auf und kniete mich neben sie. "Bitte, ich will keinen Streit mehr. Ich bin froh das ich dich wieder gefunden habe. Auch wenn ich nicht verstehe warum sie mich angerufen haben." "Meine Zieheltern sind beide tot..", erklärte ich ihr. "Sina, du Arme.", mischte sich Nuri nun mit ein. Wir bemerkten garnicht das mehre uns anschauten. "Aber jetzt alles gut,oder?", fragte unsere Mum. Ich lächelte und strich ihr eine Träne weg. "Ja,Mama." Wir standen auf und umarmten uns und dann kam Nuri noch mit knuddeln. Wir setzten uns wieder und redeten noch einige Stunden.

Wir gingen dann auch so gegen halb 6 schon, weil der BVB bald weg fliegen musste. "Sollen wir dich nich zum Hotel fahren?", fragte Nuri. Unsere Mutter nickte. Also bezahlten wir, gingen zum Auto und stiegen ein. "Wann lerne ich eigentlich meinen Vater kennen.", sagte ich nun. Erstmal war es kurz still und dann antwortete sie "Er ist ja nicht hier." Ich nickte und machte das Radio lauter. Als wir bei mir waren dankte ich Nuri für's fahren und stieg aus. Ich schaute noch hinterher bis sie weg waren.

Danach schloss ich die Tür auf und Erik kam mir entgegen und verschwand in sein Auto. "Ist was passiert?", fragte ich Jessy. "Nein,er musste nur los, weil sie ja die Nacht fliegen müssen.", antworte sie. "Alles klar. Na Joe wie geht's dir mein kleiner?" Er leckte mich ab und wedelte wild mit dem Schwanz. "Ich geh duschen und dann schlafen, bin voll fertig. Gute Nacht". Ich schleifte mich die Treppe hoch, ging ins Bad unter die Dusche und danach in mein kuschliges Bett. Mitten in der Nacht wurde ich von einem schütteln und einer Stimme geweckt.

The Friend from my lost Brother *Abgeschlossen*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt