12. Dezember - "Was machst du hier?"

1K 52 6
                                    

Draco's Sicht:

Es ist Montag morgen. Es sind noch drei Wochen bis Weihnachten. Vielleicht sollte ich heute nach der Arbeit endlich mal ein paar Weihnachtsgeschenke besorgen. Allerdings steht gleich wieder unsere wöchentliche Konferenz an. Seufzend erhebe ich mich von meinem Schreibtischstuhl und nehme meine Unterlagen. Ich hoffe es dauert heute nicht so lange. Mr. Green ist bereits da, was mich überrascht, denn normalerweise ist er der letzte. Als er mich sieht, winkt er mich zu sich herüber. "Mr. Malfoy, gut, dass sie bereits da sind. Der Schatz der Lorelai wurde gestohlen und sie müssen nach Frankreich reisen. Der Portschlüssel geht in einer Stunde. Packen Sie ein paar Sachen und sein Sie bitte um 11 Uhr im Ministerium. Der Zaubereiminister weiß Bescheid und wird Ihnen die letzten Informationen geben." Ich nicke und drehe mich dann direkt um, um nach Hause zu apparieren. In der Tür stoße ich mit Granger zusammen. Ich murmele: "Entschuldigung." Dann gehe ich schnell weiter. Sobald ich Gringotts verlassen habe, appariere ins in Manor. Schnellen Schrittes gehe ich in mein Schlafzimmer und packe ein paar Sachen in eine Tasche. Dann mache ich noch schnell einen Abstecher in die Bibiliothek.

Irgendwo steht hier ein Buch über den Schatz der Lorelai. Ich eile die Regalreihen entlang und blicke wirsch umher auf der Suche nach dem richtigen Buch. Im hintersten Regal entdecke ich endlich, was ich gesucht habe. Ich stopfe es mit in meine Tasche und gehe die Treppe wieder hinunter. Ich will gerade das Haus verlassen, als sich die Salontür öffnet. "Darling, was machst du denn hier?", will Astoria wissen. "Ich habe meine Sachen gepackt. Ich muss nach Frankreich reisen. Der..." Doch Astoria lässt mich nicht ausreden: "Du musst schon wieder weg? Aber du bist doch gerade erst wiedergekommen. Ich dachte du wärst kein Fluchbrecher mehr?" Ich verdrehe die Augen. "Bin ich auch nicht. Aber dieser Fall ist äußerst wichtig. Ich begleite keinen Fluchbrecher, sondern muss den Fall alleine lösen." "Aber Darling..." Diesmal unterbreche ich sie: "Hör endlich auf mich Darling zu nennen, ich habe dir schon tausend Mal gesagt, dass ich das hasse. Und das ist mein Job." Ich drehe mich um und verlasse das Haus. Ich höre noch, dass Astoria mich ruft, aber ich halte nicht noch einmal an, sondern appariere direkt ins Ministerium.

Ich erscheine im Atrium und gehe mit meiner Tasche auf die Aufzüge zu. Er öffnet sich und ich steige hinein. Die Türen schließen sich gerade, als ich eine Stimme höre: "Halt, ich möchte noch mitfahren." Ich halte die Tür offen und erstarre, als ich sehe, wer den Fahrstuhl betritt. "Granger? Was machst du hier?" Verwirrt sieht sie mich an. "Ich begleite dich!" "Was?" Ich bin total perplex. "Hat Mr. Green dir nicht Bescheid gesagt?" Ich schüttele den Kopf. Die Fahrstuhltüren schließen sich und der Fahrstuhl setzt sich in Bewegung. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, dass Granger mich begleitet. Bereits nach einem kurzen Augenblick hält der Fahrstuhl im 1. Stock. Granger steigt aus und ich folge ihr. Zielstrebig geht sie auf das Büro von Kingsley Shakelbolt zu. Natürlich, sie kennt sich hier aus, immerhin hat sie die letzten Jahre hier gearbeitet. Sie klopft an und nach einem Herein öffnet sie die Tür. Ich folge ihr und bin überrascht, dass nicht nur Shakelbolt im Büro ist, sondern auch Potter. Granger hat beide bereits begrüßt, doch ich nicke ihnen nur zur.
Potter kommt direkt zum Punkt: "Ich müsst nach Marseille. Dort werden euch die Auroren des französischen Zaubereiministeriums empfangen und euch bei der Arbeit unterstützen. Sie können euch genauer sagen, welche Spuren Sie bereits haben. Ich weiß nur, dass der Schatz gestern Abend geklaut wurde und das sie offensichtlich bereits einen Verdächtigen haben." Er reicht Granger eine Akte. "Der Portschlüssel geht in 10 Minuten. Sie sollten zu Eric gehen und ihn abholen."

Ohne ein Wort gesagt zu haben, verlasse ich wieder das Büro. Granger steckt direkt ihre Nase in die Akte. Ich drücke auf den Knopf des Aufzuges und warte schweigend. Wir steigen gemeinsam ein und fahren wieder zum Atrium. Immer noch lesend, verlässt Granger den Fahrstuhl. Ich hole den Portschlüssel bei Eric ab und warte ein paar Meter von Granger entfernt. Als es nur noch eine Minute ist, rufe ich nach ihr und sie kommt zu mir rüber. Ich sehe, dass ihr Blick über mich hinweg geht und ich entdecke Weasley, als ich mich umdrehe. Er guckt wütend in Grangers Richtung. Dann beginnt der Portschlüssel zu leuchten und ich spüre das Ziehen hinterm Nabel.

Anders als erwartet - Ein Dramione-AdventskalenderWo Geschichten leben. Entdecke jetzt