Ein weiterer Feuerball krachte in ein weiteres Haus. Ich hatte von den Rebellen gehört, sie waren so eine Art Wiederstand, gegen die Königsfamilien. Überall rannten die Dorfbewohner rum und versuchten zu fliehen oder die Verletzten in Sicherheit zu bringen. Von der Königsfamilie war weit und breit nichts zusehen. Was konnte man auch anders erwarten. Sie lassen die Menschen sterben, sogar ihren Sohn ließen sie zurück. Der Sohn, der vor mir stande und versuchte mich zu beschützen. Ich klammerte mich an sein Arm. Die Angst in mir, brachte mich zum zittern. Aus den Gassen, die zum Marktplatz führten, tauchten auf ein Gestalten auf. Sie fingen an uns einzukreisen und ließen eine große Feuerwand um uns erstehen. Wir waren gefangen mit fünf weiteren, darunter war auch die kleine Anastasia, sie schenkte mir immer Blumen, wenn sie mich sah. Sie hielt sich an ihrer Mutter fest, die versuchte Anastasia vor der Hitze, der Flammen zu schützen. "Wir müssen hier weg", schrie Ich zu Jupiter. "Wir können hier nicht weg, sie haben uns eingezingelt". "Du kannst doch bändigen oder nicht?". "Tut mir Leid, aber das Feuer anderen zu bändigen habe ich noch nicht gelernt", antwortete Er. Die Rebellen kamen zu uns in den Kreis. Jupiter reiste sich von mir los und rannte auf sie zu. In der einen Hand, das Schwert in der Anderen sein Feuer. Ich rannte zu Anastasia und ihrer Mutter. Ich legte ihnen meinen blauen Mantel um. So waren sie etwas geschützt vor der Hitze. Der Kampf zwischen Jupiter und den Rebellen, war episch. Es war bewundernswert, wie Jupiter Feuer und Schwert gleichzeitig zum kämpfen nutzte.
Die Feuerwand wurde immer kleiner, das lag wohl daran, das sich die Rebellen mehr auf den Kampf mit Jupiter konzentrierten, als auf die Feuerwand. Als die Feuerwand dann komplett unten war, stürmten ein paar Dorfbewohner auf die Rebellen. Sie hatten sich anscheinend kampfbereit gemacht und nur darauf gewartet anzugreifen. Jetzt hatten die Rebellen nicht nur mit den Prinzen zu kämpfen sondern auch mit den besten Kämpfern aus Sternenhain. Anastasia, ihre Mutter und Ich hatten uns inzwischen in eins der Häuser geflüchtet und beobachteten das Spektakel durchs Fenster. Plötzlich hatte mich etwas von hinten gepackt und hielt mir den Mund zu. Ich versuchte mich zu wehren und mich zu befreien, aber die Person hatte einen festen Griff und ließ nicht locker. Nach einen Moment wurde die Hand an meinen Mund lockerer. Ich nutzte die Gelegenheit und biss zu. Er ließ von mir ab und schubste mich weg. "Du verdammtes Miststück", schrie Er und schüttelte mit der Hand. Sein Gesicht war vor schmerzen verzerrt. Ich packte einer der Stühle, die hier standen und schlug ihn damit. Er lag regungslos am Boden, aber scheint noch zu leben. Anastasia und ihre Mutter kauerten sich in die Ecke und man konnte sehen wie sie angst hatten, genau wie ich. Ich zitterte am ganzen Körper. "Wir müssen hier weg", sagte Ich zu ihnen und schaute ob die Luft rein war. Wir rannten weg von Marktplatz, Richtung Wald. Hinter uns konnte man die Kampfschreie, der Anderen hören. Wie wird es Jupiter gehen? Werde ich ihn wieder sehen? Wie wird es wohl, weiter gehen? Alle diese Gedanken schossen mir durch meinen Kopf und ich hatte keine Antwort darauf. Ein Pferd versperrte uns plötzlich den Weg. Das Pferd war groß und schwarz wie die Nacht. Auf ihn saß einer der Rebellen, der einen Bogen auf uns richtete. Man konnte nichts von ihn erkennen, da seine Kapuze, das Gesicht verdeckte. Anastasias Mutter wollte mit Anastasia fliehen, aber die Beiden kamen nicht weit, den der Rebell ließ einen Pfeil in den Rücken der Mutter gleiten. Der letzte Leben schrei, ließ meinen ganzen Körper erbeben und auf meiner Haut, bildete sich Gänsehaut. Anastasia kniete neben ihr, schüttelte sie und schrie "Mama wach bitte auf, Mama". Diesmal konnte ich mir die Tränen nicht zurückhalten und fing an zu weinen. "Anastasia komm her", rief Ich. Ich wollte das Mädchen in den Arm nehmen und sie trösten. Ihre Mutter war das Einzige was sie noch hatte und in einen kurzen Moment wurde ihr das genommen. Sie kam sofort zu mir gerannt und vergrub sich in meinen Armen. Ich drückte sie so fest wie ich konnte an mich, es war mir egal was der Rebell vorhatte, ich wollte einfach bei diesem Mädchen sein und sie beschützen.
Ein leichtes Stechen am Hals, ließ mich auffahren und ehe ich reagieren konnte verschwamm alles vor meinen Augen und alles wurde schwarz. Das letzte was ich hörte waren Schritte die näher kamen und dann sah, hörte, spürte ich nichts mehr.
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Elpida- Die letze Erbin
Fantasia"Ist es mein Element? Macht es dir Angst? Ich kann damit aufhören, aber hab bitte keine Angst". Wenn der Mond blutet, wird das Kind, das Licht sein welches den Schatten verschwinden lässt. ...