Kapitel 47

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** 3 Monate später **

Jetzt wird es langsam kälter draußen und die Blätter fallen, Herbst. Mario ist nach ein paar Tagen zurück nach München geflogen, aber ohne sich noch mal mit Ann-Kathrin zu treffen oder zu reden. Jessy und Erik, neia ich weis nicht. Reden tun sie und verstehen sich wieder, aber zusammen sind sie irgendwie nicht mehr. Dylen krabbelt jetzt schon ganz schön schnell und mit Hilfe kann er auch schon ein paar Schritte machen.

"Schatz, kommst du?", rief Marco. "Ja, warte." Wir liefen aus dem Haus und stiegen ins Auto.

Auf der Fahrt redete Dylen immer irgendwelches Zeug und Marco und ich lachten oft dabei, weil es einfach nur süß war.

Als wir am Trainingsgelände ankamen stiegen wir aus und Marco nahm seinen Sohn auf den Arm und ich gingen Richtung Wiese. "Dylen!", rief Ömer und rannte von Nuri zu uns. Er war einiges größer als Dylen und nahm ihn liebevoll in den Arm. Nuri kam jetzt auch und umarmte mich. Die Jung's gingen in die Umkleidekabine und Tugba und ich passten auf die Kinder auf, die mit Bällen spielten. "Na ihr kleinen Fußballnachkommen.", lachte Jürgen und strich den kleinen über den Kopf.

Nach einer Weile kamen die gesammten BVB Spieler und rannten sich warm. Ich schaute etwas zu und sah wie Marco und Roman ständig rumscherzten und die ganze Zeit lachen mussten. Heute war öffentliches Training, also war es sehr voll und wir gingen etwas Abseit's und spielten mit unseren Kindern. 

Nach 2 Stunden waren die Jung's fertig und plötzlich kam Erik zu uns und zog mich zur Seite.

"Sina, hat Jessy noch einmal etwas gesagt wegen mir?" "Nein, eigentlich nicht,warum?" "Neia, irgendwie liebe ich sie ja doch noch.. und es hätte ja sein können, dass sie mich auch neia.." "Ja, sie liebt dich eigentlich auch noch." "Denkst du ich kann nochmal mit ihr darüber reden? Wegen zusammen sein oder nicht?" "Kannst du, aber bitte sei dir sehr sicher dabei, sie war wirklich sehr zerstört." "Das werd ich, danke.", sagte Erik und rannte dann wieder weg und in die Umkleidekabine.

Tugba und ich liefen mit den Kindern schon mal zum Parkplatz und dann kamen auch schon unsere Männer bzw. Freund. Wir gaben uns noch küsschen links,  küsschen rechts und stiegen dann wieder in jemals unsere Auto's.

"Was wollte Erik noch bei dir?", fragte Marco neugierig, "Er will.. ne oder? Jetzt will er Jessy wieder, oder?". "Ja will er." Marco hatte nur wieder ein grinsen auf seinen Lippen und drückte auf's Gas.

Zu hause angekommen gab es gleich Abendessen für Dylen und machten ihn gleich Bett fertig. Danach machte ich essen für meinen Verlobten, ich mag dieses Wort sehr, und machten uns danach einen gemütlichen auf der Couch. Kurz vor um 12 gingen wir schlafen und kuschelte bis in den Schlaf.

Am nästen Tag klingelte mein Wecker wieder, es war Montag und ich kann nun endlich wieder arbeiten gehen. Ich gab Marco einen Kuss auf die Stirn, der sich murmelt umdrehte. Dann begab ich mich erstmal ins Bad und machte mich fertig. Schnell Zähne putzen, BVB Trainingshose an, ein Nike Shirt und dann Haare zusammen gemacht, dann etwas Frühstück und Dylen, der schrie auch noch füttern.

Nachdem er beruhigt war legte ich ihn zurück und fuhr zur Arbeit.

Ich nahm meine Tasche aus dem Auto und ging ins Fitnesscenter. Ich wurde mit freundlichen Gesichtern empfangen und meine ganzen Kollegen umarmten mich. Nach den vielen Umarmungen schloss ich in meinem Fach die Tasche ein und fing heute chillig an der Getränkebar an.

"Hat Erik nochmal mit dir gesprochen?", fragte ich Jessy, weil sie grade neben mir stand. "Nein, warum hat er noch einmal etwas gesagt?" "Ehm nein..", lügte ich. Sie nickte und ging wieder. Der Tag ging garnicht zu ende und ich merkte wie mir mein Sohn fehlte und auch Marco, aber er war manchmal ja einige Tage weg, also von daher.

Mittagspause. Wir setzten uns alle gemeinsam an einen Tisch und aßen bestelltes Essen. "Nun sag mal, wann werdet ihr eigentlich heiraten?", fragte mich eine Kollegin. "Im Frühling, wann wissen wir noch garnicht." Sie lächelte mich an und redeten noch über anderes.

Als die Mittagspause vorbei war gingen wir alle wieder an unsere Arbeit und arbeiten weiter. "Hay Sina, hinten im Kraftraum wird dein Typ gebracht.", sagte ein Kollege und stellte sich neben mich. Ich schaute ihn fragend an und lief Richtung Kraftraum.

Es war Nuri der da saß. "Hallo Schwesterherz.", sagte er und gab mir Küsschen links Küsschen rechts. "Was verschafft mir die Ehre?", fragte ich lachend. "Bist doch jetzt wieder arbeiten und wollte halt mal wieder vorbei schauen." Wir redeten noch eine Weile und danach zwang ich ihn etwas für seinen Bauch zu tun, weil er ja noch ein bisschen mehr Bauchmuskeln haben könnte .

"Ich fahr jetzt nach hause, tschau Süße. Oh hay Nuri.", kam Jessy rein und umarmte mich. Sie ging wieder heraus und machte mit Nuri weiter.

Nach einer halben Stunde Training beschloss ich mit ihm zur Bar zugehen und gab ihm etwas.

Plötzlich kam eine bekannte Person herein. "Hay, is Jessy hier?" "Du, was machst du hier?", fragte ich etwas geschockt. "Sorry, aber ich muss mit Jessy reden." "Du bist hierher geflogen um mit ihr zu reden, ging da nicht Telefon? Was ist es den so wichtiges?", fragte ich. "Sie ist mir schon sehr ans Herz gewachsen und neia, ich hatte das Gefühl sie mag mich auch so, wie ich sie." "Ach gott, Mario, ist das süß, aber sie ist gerade eben nach Hause.", versuchte ich zu erklären. "Sagst du mir ihre Adresse?" "Ja warte.", ich erzählte ihm wo er hin müsse und er verschwand wieder.

"Wow, was war das den?", fragte Nuri, der an seinem Trink schlürfte. "Da haben sich die zwei wohl gefunden, aber sie hat mir das garnicht gesagt.. aber was ist jetzt mit Erik?" Wir schauen uns kurz an und redeten dann weiter. "So ich muss jetzt, Tugba wartet schon." "Ja, ich hab jetzt auch Schluss, geh nur schnell duschen und dann mach ich auch nach Hause, Tschau Großer.", sagte ich und verabschiedete mich von ihm.

Gesagt getan, ich ging in die Personaldusche und duschte mich kurz ab, bis ich mich dann wieder abtrocknete und zog mir eine schwarze Leggins, ein weißes Hemd an und eine Jeansweste drüber und lief zu meinem Auto. Ich stieg ein und schaute erst auf mein Handy. 'Hallo Liebling, Dylen und ich vermissen dich. Komm so schnell wie es geht nach Hause, wir haben eine Überraschung für dich.', laß ich von Marco. Dann hatte ich noch eine Nachricht von Jessy. 'Sina, bitte komm schnell ich weis nicht was ich machen soll.. ich brauch dich jetzt.'

Als ich das las schrieb ich Marco das es leider noch dauert und fuhr schnurstracks zu Jessy's Wohnung.

Bei ihr angekommen klingelte und es machte niemand auf. Ich ging um die Wohnung und sah Jessy, weinend auf dem Boden sitzen, der Boden voller bunter Blätter.

The Friend from my lost Brother *Abgeschlossen*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt