Kapitel 50

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** 5 Wochen später **

"Schaaaaaatz!!", schrie ich durch die Wohnung. Marco kam gerannt und schaute mich mit großen Augen an. "Wie kommt es, dass auf deinem Kontoauszug -3500 € steht und das in einer Hochzeitsboutique?!" "Ich weis nicht, ich hab mir einen Anzug gekauft?", grinste er. "Haha sehr witzig, das gab es da nicht. Ich habe gesagt ich bezahle es und jetzt hast du es geseh..", sagte ich und wurde durch einen intensiven Kuss von Marco gestoppt. "Ein danke würde auch reichen und gesehen habe ich es nicht." Ich schaute ihm misstrauisch an und er schaute mich an und nickte. Also glaubte ich ihm mal.

In 4 Tagen ist schon Weihnachten und ich brauchte noch für alle Geschenke. "Schatz, wir müssen heute shoppen fahren, Weihnachtsgeschenke!", sagte ich mit einer geschockten Stimme und er nickte nur. "Es wird aber sehr viel los sein.", meinte er, was ich auch glaubte. "Aber umso besser, da werden wir vllt. nicht erkannt." "Hast recht." Also zog ich unseren Sohn in ganz viele Sachen, weil es draußen sehr kalt war und zog mir dann auch etwas warmes an.

Als ich dann fertig war fuhren wir in ein großes Einkaufszentrum in der Mitte Dortmund's und es war wirklich sehr viel los. Wir gingen in einige Läden und wuden zum Glück nicht erkannt. Ich kaufte für Nuri, Tugba, Ömer, Mama und Papa etwas ein und für Dylen kauften Marco und ich so ein Teil, wo man das Kind reinsetzt und es dann laufen kann ohne irgendwie hinzustürzen.

Nach mehreren Stunden shoppen setzten wir uns ins Auto und fuhren wieder nach hause. "Hast du eigentlich schon was für mich zu Weihnachten?", fragte ich Marco. "Ja natürlich, das erste Geschenk ist schon mal das Kleid." "Das erste? Das bleibt bitte das einzige!", sagte ich etwas lauter, aber Dylen schlief zum Glück weiter in seinem Sitz.

Zu hause angekommen setzten wir die Taschen ab und wechselte von Dylen schnell die Windeln, weil er schon wieder ganz schön stank und schrie. "Wo ist eigentlich das Kleid, wenn du es bezahlt hast?", rief ich aus dem Kinderzimmer.

"Das hat die Frau von Nuri, also Tugba.", antworte er. Als Dylen fertig war zog ich ihn wieder an und legte ihn auf seine weiche Decke im Wohnzimmer. "Da lass ich es dort, bis wir heiraten, ich darf aber aber jetzt nicht mehr zunehmen, sonst pass ich dann nicht mehr darein." "Okay, ich halt mich da raus.", lachte Marco, "Ich hab morgen früh Training, ist aber öffentlich." "Nein, ich komm schon nicht mit, keine Sorge, mach ich mir halt einen schönen Vormittag mit Dylen oder mal sehen wie lange er Ruhe gibt." Wir legten uns kuschelnd auf die Couch und schauten etwas fern.

"Weist du was wir schon lange nicht mehr gemacht haben?", fragte Marco und fuhr mit seinen Händen unter meinen Pullover und fuhr den Bauch entlang. "Marco, unser Sohn liegt da unten und Joe schaut auch schon komisch! Ich geh mal mit Joe raus.", sagte ich lachend. Ich stand auf, rückte meinen Pullover wieder zurecht, nahm die Leine und band sie an Joe's Halsband.

Marco schaute mich mit einem etwas traurigen Blick an und auch etwas enttäuscht. Ich zog noch schnell einen dicke Jacke drüber und dann ging es schon in die Kälte.

An einem Feld, wo die Straße nicht so nah war nahm ich dir Leine wieder ab und Joe rannte quer über's Feld. Ich setzte mich auf eine Bank, schaute ihm zu und dachte nach, worüber weis ich nicht, mein Kopf war benebelt.

Nach einer halben Stunde kam ich wieder zur Besinnung und rief Joe, der immer noch rum sprintete und den Schnee fraß und kam auch sofort. Auf dem Weg nach hause kamen mir spielende Kinder entgegen, die mich mit einem Schneeball trafen und ich machte kurz mit. Plötzlich sah ich auf der anderen Straßen Seite ein bekanntes Gesicht, ich wusste nicht ob ich hingehen sollte oder nicht. Doch dann sah sie mich, ich schaute sie an und sie mich, jetzt kam sie zu mir herüber.

The Friend from my lost Brother *Abgeschlossen*Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt