Huhu,
Ich hab natürlich auch hier einen kleinen Epilog für euch.
Also noch einmal viel Spaß!----------------------------------------------------
„Wie hat er das jetzt gemeint?“
Belustigt verdrehte Hermine ihre Augen, ehe sie sich zu Seamus wandte und sich leicht zu ihm hinbeugte.
„Wenn du besser aufpassen würdest, dann müsstest du mich nicht ständig fragen.“ Sie sah wieder nach unten zu ihrem Professor, der unbeirrt weiter seinen Vortrag hielt.
„Ja, das sagst du so einfach. Ich habe dieses Fach viel leichter in Erinnerung.“
„Seamus, wir hatten in Hogwarts nie 'Magische Heilkunde'. Und 'Zaubertränke' war auch nicht gerade deine Stärke.“
„Fang jetzt bloß nicht wieder damit an, das ich alles in die Luft gesprengt habe. Ich kann's echt nicht mehr hören.“ flüsterte Seamus leicht verärgert, während er sich weiter alles notierte, was auf der Tafel vor ihm erschien. „Ich brauch nun mal den Kurs für meine medizinische Ausbildung.“
Zu Beginn des Kurses war Hermine überrascht gewesen Seamus im Hörsaal zu sehen. Vor allem nach dem klar war, wer dieses Studienfach leiten würde. Aber Seamus wollte ans St. Mungo's und so kam er nicht drum herum auch diesen Kurs zu belegen.Also saßen die beiden Freunde in jeder Stunde zusammen.
„Ich hab doch gar nichts gesagt. Ich meine ja nur, dass dir das Fach einfach nicht...“
„MISTER ROBERTS...“ ertönte da plötzlich die Stimme des Professors über den Hörsaal hinweg, wodurch er alle Blicke auf sich zog. „...wenn es sie nicht interessiert, was ich zu sagen habe, dann sollten sie meinen Kurs vielleicht abgeben. Nach ihrem letzten Aufsatz, den sie mir geliefert haben, sieht es sowieso nicht sehr gut für sie aus.“
Ein kleines Lächeln schlich sich über Hermines Gesicht und ihre Augen funkelten amüsiert.
„Sag mal...ist es hier drin gerade etwas dunkler und kühler geworden?“
„Was?“ fragte Hermine Seamus verwirrt.
„Also ehrlich, von seiner Autorität hat er nichts verloren und er ist auch immer noch so furchteinflößend.“ Hermine lachte leise auf und schüttelte ungläubig mit dem Kopf. „Ja, du hast gut lachen, Hermine. Dir kann ja auch nichts passieren. Wahrscheinlich bist du für Snape auch der einzige Grund, warum er sich uns Dummköpfe überhaupt antut.“
Hermine wollte Seamus' Aussage verneinen, ließ es aber dann doch bleiben. Höchstwahrscheinlich hatte Seamus damit sogar recht. Auch wenn es nicht leicht gewesen war Severus dazu zu überreden, wieder zu lehren. Hermine hatte sich einfach nichts anderes für ihn vorstellen können und immer wieder behauptet, das es eine Schande wäre, wenn er sein umfangreiches Wissen nicht weitergeben würde. Darauf hatte er meistens nur mit einem Grummeln geantwortet, doch letztendlich war es auch das Einzige gewesen, das Severus sich für sich selbst hatte vorstellen können.
War nur noch die Frage gewesen, wo er wieder unterrichten sollte. Nach Hogwarts würde er nicht zurückgehen, das hatte für ihn festgestanden. Minerva war jetzt Schulleiterin und hatte ihm mehrmals angeboten, wieder zurückzukehren, aber er hatte jedes Mal abgelehnt. Hermine verstand auch durchaus warum und so schlug sie ihm die Uni vor. Sie wusste nicht mehr wie oft sie von ihrem grauenhaften Professor in Arithmantik erzählt und sich darüber beschwert hatte, das es einfach keine guten Professoren an der Uni gab. Wahrscheinlich hatte das auch dazu geführt, das Severus sich am Schluss für die Uni entschieden hatte. Und jetzt saß sie hier, drei Monate später, und genoss den Kurs in vollen Zügen. Das Severus einen Großteil dazu beitrug verschwieg sie dabei nicht.
„Sie haben alle eine Woche Zeit, sich ein Szenario für diesen fiktiven Notfall zu überlegen. Und vergessen sie die Anleitungen nicht, ansonsten gibt es Punktabzüge.“ und damit war die Stunde vorbei.
„Ich geh dann mal. Die Bibliothek ruft.“ gab Seamus mit einem Seufzer von sich und verabschiedete sich von Hermine, nachdem er seine Sachen zusammengepackt hatte.
Auch Hermine machte sich daran ihre Unterlagen einzupacken, ließ sich dabei aber wesentlich mehr Zeit. Sie wartete, bis nur noch sie und Severus im Hörsaal anzutreffen waren und ging dann nach unten zu ihm. Ihre Tasche stellte sie neben dem Pult ab, setzte sich dann auf die Tischplatte und beobachtete ihren Professor, wie er seine Akten sortierte und in seiner Tasche verstaute.
„Glaub ja nicht, das es mir nicht aufgefallen ist, das du dich mit Finnigan unterhalten hast.“
„Eifersüchtig?“ fragte Hermine grinsend, was Severus dazu brachte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue anzusehen.
„Er tut sich einfach schwer, weil er den Kurs wirklich bestehen muss. Und ich will ihm dabei helfen.“
„Du weißt, das es egal ist, was du zu mir sagst. Ich werde ihn benoten wie ich auch alle Anderen hier benote.“
„Und ich weiß, das du es erkennen wirst, wenn sich jemand wirklich Gedanken macht und sich anstrengt.“
Beide lächelten sich an und Severus nickte kurz zur Bestätigung.
„Ich hab es ja die ganze Zeit nicht erwähnt, aber...irgendwie kommt mir das hier vertraut vor.“ Severus richtete sich auf und sah Hermine wissend an. „Wir beide...alleine...in einem Unterrichtsraum.“
„Und dennoch gibt es da einen Unterschied...“ jetzt trat Severus vor Hermine und stütze sich mit beiden Händen links und rechts vor ihr auf dem Pult ab, ihre Gesichter nur wenige Zentimeter voneinander entfernt. „...jetzt ist es uns erlaubt alleine in einem Raum zu sein, auch wenn du mal wieder meine 'Schülerin' bist.“
Und das stimmte, denn während Severus in der nun neuen Realität im Koma gelegen und die Reporter vom Tagespropheten nichts besseres zu tun hatten, als immer und immer wieder Schlechtes über Severus zu berichten, da hatte Harry es nicht mehr ausgehalten. Er hatte die Erinnerung, die sein ehemaliger Professor ihm überlassen hatte, an die Öffentlichkeit gebracht. Aber nicht nur seine, sondern auch Harry's Eigene und sogar die von Hermine. Auch wenn sie im Nachhinein keine Ahnung hatte, wie das passiert war. Durch einen Wahrheitszauber war also jedem klar geworden, der sich die Erinnerungen angesehen hatte, das es genauso abgelaufen war und nichts von dem, was in Tagespropheten stand, der Wahrheit entsprach.
Aber dadurch wurde nicht nur Severus' Unschuld und seine wirklich tragenden Rolle in der ganzen Sache offenbart. Nein, auch die Gefühle, die Hermine und er für den jeweils Anderen fühlten und auch erwiderten, kamen heraus. Das hatte natürlich zu Diskussionen über die moralische Tragbarkeit dieser doch sehr außergewöhnlichen Schüler-Lehrer-Beziehung geführt. Aber am Ende waren es die Leser des Tagespropheten, die sich überaus positiv für diese Kriegsliebe geäußert hatten. Und somit waren Severus und Hermine jetzt die sprichwörtliche Ausnahme der Regel.
„Und das nur, weil du die richtige Entscheidung getroffen hast.“ kam es nur noch leise von der jungen Frau.
„Für die ich mich jedes Mal wieder entscheiden würde.“ raunte Severus, bevor er sich hinunterbeugte und Hermine endlich küsste.
ENDE
-------------------------------------------------
Das war es dann auch mit dieser Geschichte.
Danke an alle, die sich die Zeit genommen haben, sie zu lesen.
Es hat mich gefreut eure Meinungen zu hören. :)
Macht es gut!

DU LIEST GERADE
The Journey of two Soulmates
FanfictionWie entwickelt sich die Zukunft? Was hält sie für jeden von uns bereit? Diese Fragen stellt sich auch Hermine. Der Krieg steht bevor und Angst beherrscht die Zaubererwelt. Aber wo führt sie ihr Weg hin? Was passiert, wenn sie alle überleben sollten...