Anastasia P.o.V
Sie spürte ein kleines Kribbeln in ihren Fingern. Hieß das, sie wird nun endlich wach? Poe hatte sie wirklich befreit! In Gedanken vollführte sie einen Freudentanz.Die graue Jedi hatte die Tage in ihrer, nennen wir es mal Gefangenschaft, schon gar nicht mehr zählen können. Welches Jahr sie wohl hatten? Das letzte an das sie sich erinnern konnte, war das Ende des Krieges gegen die Mandalorianer.
Ob es die Jedi und Sith wohl noch gab? Natürlich es würde immer Machtnutzer geben, aber es hatte schon oft genug eine Ausrottung der Jedi und Sith gegeben. Sie hoffte es war nicht zu viel Zeit vergangen, sonst würde sie ihre Freunde wohl nie wieder sehen können. Sie hofft ihnen würde es gut gehen.
Um sich etwas abzulenken, versuchte sie nun ihre Finger zu bewegen. Wirklich klappen, tat das eher weniger. Nur ein kleines zucken hatte sie zustande gebracht. Was musste das auch so unheimlich anstrengend sein? Fürs erste ließ sie es sein.
Durch die Macht konnte sie spüren, dass Poe neben ihr saß. Ob er wohl wach war? Wo auch immer Poe sie hingebracht hatte, war es gerade ziemlich ruhig. Es sei denn es ist Nacht und alle schlafen. Durch ihren geschwächten Zustand, konnte sie ihren Geist nicht sehr weit ausbreiten, also ware Poe das einzige Lebewesen, dass sie Wahrnehmen konnte.
Langsam merkte sie, wie das Kribbeln in ihren Fingern nachließ. Wieder versuchte sie ihre steifen Finger zu bewegen und tatsächlich gelang es ihr. Immer weiter versuchte sie sich ihren Arm hoch zu arbeiten. Als nächstes, versuchte sie sich an ihrem Nacken. Ein paar versuche kostete es sie, bis sie nun auch ihren Nacken drehen konnte. Nun auch langsam neugierig, wie ihre Umgebung aussah, konzentrierte sie sich auf ihre Augenlieder. Flatternd öffnete sie ihre Augen und blickte in die dunkelheit der Nacht hinein.
Super. Sehen konnte sie jetzt immer noch nicht. Langsam richtete sie sich auf. Mit einem neugierigen Blick drehte sie ihren Kopf. Das Zimmer, in welchen sie lag, sah recht gemütlich aus. Sie lag auf einem kleinen Bett, welches in einer Ecke des Zimmers stand. Neben ihr konnte sie einen kleinen Nachtschrank ausmachen. Direkt gegenüber von ihr, stand ein kleiner Schreibtisch mit dazugehörigem Stuhl, auf welchem Poe es sich allem anschein nach, gemütlich gemacht hatte. Etwas weiter rechts an der Wand, konnte sie eine große Kommode ausmachen. Über der Kommode, war Spiegel an der Wand befestigt. Nun nach rechts sehend entdeckte sie eine Tür, woneben ein kleiner Tisch mit einem Stuhl stand. An der Wand links neben ihr, war ein Fenster eingelassen, durch welches das silberne Licht des Mondes reinschien.
Also wie ein Krankenzimmer, sah das definitiv nicht aus. Wurde sie schon entlassen? Erst jetzt viel ihr das Instrument neben dem Schreibtisch auf. Fröhlich, stellte sie fest, dass dort ihre Gitarre stand. War die etwa bei ihr mit im Eis gefroren gewesen? Verwirrt sah sie zur Gitarre. Was ist überhaupt passiert, bevor sie eingefroren wurde? In ihrem Gehirn war gähnende Leere. Wie konnte das passieren? Sie hatte ernsthaft vergessen, wie sie eingefroren wurde! Das war doch wohl nicht ihr ernst! Frustiert seufzend fuhr sie sich durch die langen braunen Haare.
Plötzlich wieder erschöpft, begann sie zu gähnen. Mit einem Blick aus dem Fenster stellte sie fest, dass der Mond noch sehr hoch stand. Einige Stunden würde sie auf jeden Fall noch schlafen können. Schulter zuckend, legte sie sich zurück in das Bett und schloss ihre Augen. Kurz darauf, war sie auch schon eingeschlafen.
Ein lautes Geräusch riss sie aus ihrem Schlaf. Ruckartig, setzte sie sich auf. Mit großen Augen sah sie zu Poe, der mit verzerrtem Gesicht auf dem Boden lag. Schmerzferzert stöhnt Poe auf: " Auh beschissener Stuhl!" Langsam setzte er sich wieder auf und fuhr sich dabei über den Nacken.
Schmunzelnd sah sie zu ihm herüber. "Was hast du denn gemacht?", fragte sie, während sie versuchte ihr lachen zu unterdrücken. "Ich bin vom Stuhl gefallen und... Du bist wach!" Erst jetzt realisierte der Pilot, mit wem er sprach und sprang sofort hoch. Stürmisch umarmte er die graue Jedi. "Poe, du erdrückst mich!", rief sie halb lachend und klopfte ihm leicht auf den Rücken. Sofort ließ er von ihr ab und sah verlegen zur Seite, während er ein leises "Entschuldigung" murmelte.
"So jetzt da ich wach bin, wüsste ich gerne, wo ich bin?", fragend sah sie zu Poe hoch. "Du bist beim Wiederstand.", antwortete ihr dieser. "Gegen was leistet ihr Wiederstand?", fragte sie und zog eine Augenbraue hoch, "Hoffentlich nicht gegen die Republik!" Mitleidig sah er auf Anastasia herunter : " Es gibt keine Republik mehr, zumindestens keine richtige. Es wurde nach der Schlacht von Yavin versucht eine neue aufzubauen, das funktioniert allerdings nicht so gut. Wir Rebbellieren gegen die erste Ordnung, sie sind sozusagen die Opposition zur Republik." Verwirrt sah sie ihn an. "Was ist die Schlacht von Yavin? Was ist mit der Republik passiert und welches Jahr haben wir überhaupt?", langsam wurde sie ein wenig unruhig. Wie konnte das nur passieren? Keine Republik mehr? Sie war mehr als nur entsetzt.
"Nun ich denke ich fange mit der einfachsten Frage an. Wir schreiben das Jahr 28 NSY.", abwartend sah er sie an, "Was ist das letzte an das du dich erinnern kannst?", fragte er im Gegenzug. "Kann es sein, dass es eine neue Zeitrechnung gibt? Denn mir ist diese nicht bekannt.", ein wenig verzweifelt sah sie auf ihre Hände, "Das letzte große Ereignis, das ich mitbekommen habe ist der Krieg gegen die Mandalorianer" Nun war es Poe der verwirrt war. "Fast alle Mandalorianer sind tot, genau wie die Jedi und Sith" Erschrocken sah sie Poe an. "Die Jedi und Sith sind tot? Aber wie?" Mit nachdenklicher Miene lehnte sich Poe im Stuhl zurück. "Das kann ich dir auch nicht so genau sagen. Der General, kann dir bestimmt besser aushelfen.", mit den Worten erhob Poe sich, "Ich werde sie holen" Dann war er auch schon aus ihrer Tür getreten.
Nicht mal zehn Minuten später, trat eine kleine, etwas ältere Frau ein. Poe stand hinter ihr. "Poe würdest du uns alleine lassen?", fragte die Frau. Mit einem Nicken, verschwand er wieder aus dem kleinen Raum. Die Frau schritt auf den Stuhl, auf dem Poe vorhin noch saß zu und setzte sich. Kurz herrschte Stille, bis die Frau das schweigen brach: "Mein Name ist Leia Organa. Ich bin der General des Wiederstandes. Mir wurde zugetragen, du hättest Fragen?" Anastasia nickte. "Ich habe viele Fragen. Poe meinte Ihr könnt mir meine Fragen am besten beantworten." "Ich werde mein bestes geben", der General lächelte sie an.
"Nun ich wüsste gerne was mit der Republik und den Jedi passiert ist?", unsicher sah sie zu Leia auf. Die Stirn der Generälin legte sich in Falten : "Die Republik wurde von dem Imperator gestürzt. Er war ein Sith Lord. Er war damals der Kanzler der Republik und hat einer Armee aus Klonen befohlen die Jedi zu töten. Die meisten sind bei diesem Massaker verstorben." Verschreckt sah die graue Jedi auf. "Wissen Sie etwas über den Krieg gegen die Mandalorianer?" "Ich meine, dass mein Bruder mir mal von einer Legende erzählt hat, bei der es um einen Jedi ging, der gegen die Mandalorianer gekämpft hat, dann aber auf die dunkle Seite der Macht gewechselt ist. Sein Name war Revan." Leia legte überlegend ihre Hand an ihr Kinn.
Geschockt hielt Anastasia inne. "Revan sagen Sie? Aber das ist unmöglich!", besorgt, sah sie zu Leia. "Wissen Sie, wie lange das her sein soll?" "Laut meinem Bruder soll das ungefähr um 3000 vor der Schlacht von Yavin gewesen sein", antwortete Leia. Kurz lachte Anastasia auf. "Das heißt also, ich bin 3052 Jahre Alt"
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Das Mädchen aus dem Eis || A Star Wars Fanfiction [ON HOLD]
HumorZwei Jahre vor der zerstörung der Starkiller basis wird Poe Dameron auf eine Mission geschickt. Schon wieder. Er ist verständlicher Weise, mehr als nur genervt, denn es ist seine dritte Mission innerhalb der letzten zwei wochen. Als er dann allerdin...