Anastasia P.o.V.
Zwei Tage waren seit dem Gespräch mit Leia vergangen und Anastasia konnte nun endlich ihr Zimmer verlassen. Poe hatte sie regelrecht gezwungen im Bett zu bleiben, dabei wollte sie nichts mehr, als sich mal wieder zu bewegen. Zudem, saß er ständig an ihrer Seite und gönnte ihr keinen Moment alleine. Wahrscheinlich hatte er Angst, sie würde aufstehen. Sie hatte wegen der ganzen Aufruhr noch nicht mal Meditieren können, dabei hatte sie das dringend Nötig, wie sonst sollte sie sich ein Bild der Momentanen Lage machen?
Nun wollte sie sich allerdings erstmal die Beine vertreten. Endlich. Vielleicht würde sie auch Trainieren gehen, immer hin war sie mehrere Tausend Jahre in Eis eingefroren.
Breit Grinsend, trat sie vor den kleinen Spiegel in ihrem Zimmer. Sie hatte inzwischen wieder ihre Kleidung an. Man hatte ihr ihre Kleidung zum Waschen ausgezogen und nun konnte sie sie endlich wieder tragen. Sanft lächelnd, fuhr sie über ihre braune Robe. Es war ein Geschenk ihrer Freunde gewesen, als sie zum Jedi ernannt wurde. Nur zu gerne erinnerte sie sich an ihre Gesichter. Es war aber auch zu witzig gewesen.
Sich aus ihren Gedanken reißend, drehte sie sich um und schnappte sich ihre Lichtschwerter. Die beiden Schwerter hatte der General ihr gegeben, kurz nachdem sie ihre Fragen gestellt hatte. Mit einer schnellen Handbewegung, befestigte sie ihre Schwerter an ihrem breiten Gürtel.
Fast schon zu enthusiastisch lief sie auf den langen Gang, nur um festzustellen, dass sie keine Ahnung hatte, wo sie lang musste. Auf gut Glück, bog sie nach rechts ab. Was konnte schon schief laufen? Wenn sie nicht zurück findet, fragt sie einfach nach dem Weg. Leicht summend lief sie durch die Gänge und sah sich um. Sie suchte nach einem Ausgang, um im freien Trainieren zu können. Am besten, wäre wohl ein Hangar. Vielleicht hätte sie einfach Poe fragen sollen.
Als sie den Hangar nach 30 Minuten suche und dann auch endlich fand, lief sie sogleich aus den großen Toren heraus. Kurz hielt sie inne und streckte ihr Gesicht genüsslich der Sonne entgegen, während der Wind ihr durch die Haare wirbelte. Ein wenig genervt, strich sie eine Strähne ihres braunen Haares hinter ihr Ohr. Sie hätte sich einen Zopf machen sollen.
Kurz darauf, stiefelte sie auch schon in den Wald hinein. Es war noch recht früh am Morgen, weswegen der Tau in der Morgensonne glitzerte und die ersten Vögel begannen ihre Lieder anzustimmen. Nach ein paar Minuten, erreichte sie eine kleine Lichtung. In der Ferne, hörte sie leise einen Bach plätschern. In der mitte der Lichtung, stand ein großer Stein, auf welchen sie sogleich kletterte. Um sie herum, schwankte das Gras im Wind und die Blätter der Bäume raschelten.
Oben angekommen, setzte sie sich. Ihre Beine zum Schneidersitz gefaltet, legte sie ihre Hände in ihrem Schoß ab und schloss ihre Augen. Sie musste jetzt Meditieren. Mit ein wenig Glück, zeigte die Macht ihr was in der Vergangenheit geschehen war. Oder sie zeigte ihr andere Machtnutzer. Zumindest war es das was sie hoffte.
Schon nach kurzer Zeit blendete sie die Geräusche der Natur um sie herum aus und konzentrierte sich nur auf die Macht. Bald darauf, sah sie, wie langsam kleine Wölkchen aus der Erde zu ihr hoch waberten und begannen sie zu umschließen. Der Nebel um sie herum wurde dichter und als er sie komplett umschlossen hatte, erfasste sie eine Präsenz. Weit weg, aber dennoch spürbar. Sie war klein, dennoch strahlte sie heller, als Anastasia es jemals zuvor gesehen hatte. Bald schon verschwand die Präsenz wieder und etwas anderes, dunkles tat sich ihr auf. Dieses Mal, waren es zwei Präsenzen. Beide waren sehr dunkel, wobei es so wirkte, als würde die eine Präsenz die andere Verschlingen. Etwas kleines leuchtete im Wirrwarr des dunklen Nebels auf jedoch verschwand es auch so schnell wie es gekommen war.
Luft schnappen, schlug sie die Augen auf. Drei weitere Machtnutzer, hatte sie gefunden. Nur drei. Betrübt senkte sie ihren Blick. Wieso? Das war das einzige, an was sie momentan denken konnte. Wieso musste ihre Art so sehr verkleinert werden?
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Das Mädchen aus dem Eis || A Star Wars Fanfiction [ON HOLD]
HumorZwei Jahre vor der zerstörung der Starkiller basis wird Poe Dameron auf eine Mission geschickt. Schon wieder. Er ist verständlicher Weise, mehr als nur genervt, denn es ist seine dritte Mission innerhalb der letzten zwei wochen. Als er dann allerdin...