Kapitel 3 - Unterricht von Julien

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Nuya's P.O.V

"Wow. So habe ich das alles noch gar nicht gesehen. Danke Ju. Du inspirierst mich sehr. Ich wollte fragen ob du mir den Backflip noch einmal zeigen kannst, ich glaube dass ich ihn etwas verlernt habe. Und - woher habt ihr eigentlich diese coole Musik?", fragte ich interressiert.

"Klar, den zeig ich dir gerne. Die ist übrigens von Vincent Lee..."

"Warte - von Vincent? Ich habe einen Nebenjob im Fitnessstudio und er ist dort Coach!"

"Ja, dann achte mal auf die Musik dort, die ist von ihm. Jedenfalls musst du beim Backflip den Schwung vom Absprung mit in den Salto nehmen, ungefähr so" - er machte ihn perfekt vor. "Ich halte meinen Arm hierhin, dann weißt du ungefähr die Höhe, die du überwinden musst.", erklärte er. Ich sprang rückwärts ab und streifte bei der Drehung leicht seinen Arm. Ein Kribbeln durchfuhr meinen Körper.

"Okay, das war schonmal gut", sagte er. "Aber ich bin ein Perfektionist und schauen wir mal, ob du es auch ohne meinen Arm schaffst." Ich sprang ab und fiel rücklings auf die Matte. "Du musst mehr Schwung holen!" Gut. Nochmal. Diesmal klappte es. Perfekt.

"Gut so. Machen wir Schluss für heute." Sein Ton war sanft. "Soll ich dich nach Hause fahren?"

"Das wäre echt lieb von dir, danke...Ju."

Also stiegen wir in seinen schwarzen Golf und ich wies ihm den Weg. Es regnete, aber das störte uns nicht, im Gegenteil. Er brachte mich noch vor die Tür und als wir uns verabschiedeten umarmten wir uns kurz, aber fest und sahen uns lange in die Augen. Etwas zu lange. Er hatte dunkelbraune, mandelförmige Augen, in denen sich wunderschön das Mondlicht wiederspiegelte.

Seine starken Hände umschlangen meine Taille und ich genoss das Gefühl, in seinen Armen zu stehen, schlang ebenfalls meine Hände um seinen Hals und legte meinen Kopf auf seiner Schulter ab, er war so fremd und doch irgendwie völlig vertraut.

Wir standen dort, im Regen und vergaßen die Zeit. Ich atmete seinen unglaublichen Duft ein, wovon ich nicht mehr klar denken konnte. Er hatte etwas herb-markantes aber dennoch eine sanfte, holzige Kopfnote. Als wir uns voneinander lösten, streifte sein Ohr meine Wange und ich bekam eine Gänsehaut, ich wusste nicht genau ob sie wege der Kälte kam oder davon, dass ich so nah bei ihm war.

"Sehen wir uns morgen?", summte er mit seiner wunderschönen Stimme.

"Auf jeden Fall. Um dieselbe Uhrzeit wie heute?"

"Ja", hauchte er.

"Bis dann."

Und er fuhr weg. Ich blickte ihm noch lange hinterher und ging dann in meine Wohnung.

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Na, wie hat euch das Kapitel gefallen? :) Dieses Mal habe ich schon ein kleines Bisschen Romantik mitreingebracht und überlege, gleich noch das vierte Kapitel rauszuhauen. Übrigens bedanke ich mich hiermit  noch einmal bei der lieben xXWindowsInHeavenXx, die mir das Bild für mein Cover gemacht hat ^.*

LG, Stella

Until you fly me to the moon (Julien Bam FF)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt