Kapitel 41

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Am Nachmittag bin ich dann irgendwann aufgewacht. Ich lieg jetz schon ne Weile wach und überlege ein bisschen. Ich lieg auf dem Rücken und ihr Kopf ist auf meinem Arm gebettet. Sie atmet wie immer, ich bin relativ glücklich, nur mach ich mir Vorwürfe. Warum hab ich nicht aufgepasst? Ihr hätte so viel passieren können, sie hat wegen mir diese Verletzungen und ich bin einfach alleine Schuld dran. Naja der Typ auch, aber ich hätte besser aufpassen sollen. Heute ist Mittwoch, der 1. Ich muss mit Heiko noch ein Video drehen für Samstag, unser Konzert ist auch noch bald. Für die Songs die wir rausbringen müssen wir auch noch nach Köln fahren. Schularbeiten stehen auch viele an, das wird eine richtig stressige Zeit. Aber ich weiß nicht wie ich das aushalten soll, ich mein Julia ist jetzt dann weg, wir können vielleicht noch 2 Tage wirklich was machen, dann muss sie zurück. Weil sie jetzt morgen erst mal nicht raus darf bzw. nur im Bett halt. Ich liebe mein Mädchen total, aber ich kann sie nicht jetzt schon wieder gehen lassen. Ich schenk ihr auf jeden Fall Konzerttickets, dass sie kommen kann. Vielleicht kann sie ja das Wochenende sogar zu uns. Ich rätsel immer noch wie ich das aushalten soll. Sie bewegt sich und ich schau sofort zu ihr. Ihre Augen gehen auf und sie will ihren Arm bewegen. Den rechten, aber der ist ja verletzt. Sie wollte sich mit dem Arm aufstützen und bevor ich was sagen kann fällt sie schon unter einem leisen Schrei zurück auf die Matratze. "Dein Arm... du hast einen Riss im Knochen!" sag ich leise und schau an die Decke. "Roman, schau mir ins Gesicht, bitte!" ich kann aber irgendwie nicht. Ich kann sie so nicht sehen. Sie hat Schmerzen und das hört man an ihrer Stimme. "Bitte!" schluchzt sie leicht. Ich drehe mich auf die Seite und schau ihr in die Augen. "Was ist passiert?" ich mach den Mund auf, aber bekomme kein Wort raus. "Roman, bitte! Was war nachdem ich am Boden lag?" "Ähm, der Krankenwagen kam und du hast einen Riss im rechten Arm und eine Gehirnerschütterung!" "Eine leichte!" verbessere ich mich gleich danach. "Ich... ich l-i-e-b-e dich!" sagt sie mit leicht zittriger Stimme. "Es ist alles nur wegen mir passiert... Hätte ich besser aufgepasst, dann..." "Nein" sagt sie so laut sie kann. "Es ist nicht wegen d-i-r ich liebe dich und... n-n-naja...!" mir laufen Tränen über die Wange. Ich kann sie so nicht sehen. Dann richte ich mich auf und lehn mich an das Kopfende von dem Bett. Ich mach mir so unglaublich große Vorwürfe, was wollte sie gerade sagen? Ihr geht es nur wegen mir so schlecht, sie hat einen besseren verdient! Ich werde sie so schnell nicht mehr sehen und selbst wenn hätte ich nicht genug Zeit für sie. Es gibt bestimmt bei ihr Daheim viele Jungs die besser sind als ich. "Roman bitte hilf mir kurz hoch dass ich sitzen kann!" Ich wisch mir über die Augen und ziehe sie hoch. Ihren Kopf lehnt sie sofort an meine Schulter. Dann verzieht sie das Gesicht. "Hast du Schmerzen? Leg dich wieder hin, bitte!" und mir rollen wieder nasse und große Tränen übers Gesicht. "Ich will dich aber ansehen können..." sagt sie leicht schüchtern und zaubert mir damit ein Lächeln ins Gesicht. Ich rutsche an den Rand vom Bett und ziehe sie vorsichtig so zu mir, dass ihr Kopf auf meinen Beinen liegt. Ich streiche ihr über ihre tollen weichen Haare und sie seufzt zufrieden. Wir sind eine Weile so geblieben und ich musste mir die Tränen verkneifen. Ich kann nicht daran denken, dass sie bald wieder so weit weg ist und ich sie nicht küssen oder umarmen kann. "Schatz komm mal, ich muss dir was sagen!" ich geh mit meinem Kopf zu ihrem Gesicht runter und sie flüstert mir etwas ins Ohr. Darauf küsse ich sie. Der Satz von ihr 'Ich liebe dich, wo bleiben deine warmen und weichen Lippen?' geistert mir jetzt durch den Kopf und verdrängt die schlechten Gedanken. Wir küssen uns eine Ewigkeit sehr zärtlich und lassen erst mit dem Klopfen an der Tür von einander ab. Es kommt der Arzt rein um nach uns zu sehen. "Ah da bin ich ja gerade richtig gekommen, wenn ihr beide wach seid. Wie geht es euch denn?" fragt er in freundlicher Stimme. "Ich hab ihm vorher angeboten dass er uns duzen kann“ flüstere ich Julia ins Ohr. Sie grinst und sagt "Ganz gut soweit, könnte aber besser sein." Die Tür schließt sich wieder und kurz darauf kommt der Stationschef rein. "Frau S. wir müssen ihren Gips jetzt dann anlegen. Können Sie laufen oder lieber nicht?" "Ich kann laufen!" sagt sie und steht auf. Ich springe auch aus dem Bett und kaum dass meine kleine ein paar vorsichtige Schritte gegangen ist, hebe ich sie auf meine Arme. "Wo geht’s lang?" frage ich, "Das nennt man dann wohl Gentleman, einfach mir hinterher!" sagt der Arzt jetzt wieder. "Ich kann schon laufen!" sagt Julia "Ach komm, 1. gefällt es dir doch und 2. hab ich gesehen dass es dir nicht leicht fällt auf den Beinen zu stehen. In dem Zimmer angekommen setze ich sie ab und sie wird in eine leicht aufrechte Lage gebracht. Ich setz mich auf den Stuhl neben sie und der Arzt gipst ihren Arm ein. Nach einer gefühlten Ewigkeit dürfen wir dann wieder zurück in das Zimmer von uns. Dort sitzen schon Heiko, Pauline und unsere Eltern. Ich trag meinen Engel natürlich wieder rüber und setze sie aufrecht in ihr Bett. Auf ihrem Arm ist schon extragroß meine Unterschrift drauf geschrieben. Der Stationschef hat mir einen schwarzen Edding dafür gegeben. Ich hab auch noch DieLochis und ein Herz drauf geschrieben. Der Gips bleibt jetzt erst mal drauf und abgemacht wird er von den Ärzten bei ihr daheim. Meine Eltern grinsen mich erst mal an als ich in das Zimmer komm mit ihr und Pauli sitzt bei meinem Bro auf dem Schoß. Sie sind echt ein tolles Paar, ich den es mir jedes Mal wieder. Naja nachdem sie sitzt geb ich ihr einen Kuss auf die Stirn. Dabei denk ich mir, dass sie auf jeden Fall noch einen Knutschfleck von mir bekommt, bevor sie daheim ist. Dann dreh ich mich zu meinen Eltern um und sie nehmen mich erst mal in den Arm und fragen genau was passiert ist und wie es uns geht. Mein Vater erzählt mir noch was man mit dem Mann gemacht hat und woher der mich kannte. Währenddessen redet Juli mit meiner Mutter. Heiko und Pauli umarmen mich erst mal beide und fragen dann ob uns jetzt etwas Schlimmeres passiert ist. "Ich hab deine Eltern angerufen Julia, sie kommen dich am 4. gegen Mittag abholen. Dann lernen wir uns auch mal kennen und sie fahren schon paar Tage vorher hoch in ein Hotel um sich bisschen umzusehen." Wir Jungs reden noch ein bisschen mit unserem Dad und Pauli redet nochmal mit Julia. Dann verabschieden sich unsere Eltern und die andern 2 bleiben noch. Ich leg mich wieder neben meine kleine ins Bett, wobei wir eigentlich beide sitzen und sie sitzt vor mir an mich gelehnt. Mein Kopf lehnt an ihrem weil ich ein Stück größer bin, auch wenn wir sitzen. Pauline setzt sich zu uns auf das Krankenbett und Heiko zieht sich den Stuhl ran. Wir reden über alles Mögliche, ob wir heute nach Hause dürfen oder erst morgen früh wissen wir noch nicht. Der Gips ist auch schon bekritzelt mit den Unterschriften der anderen und eigentlich allem möglichen Schmarrn :D. Naja auf jeden Fall will Heiko uns auf einmal von dem was er mit Pauli heute früh gemacht hat reden und wird von ihr geprügelt. Dann zeigt er uns stolz den Knutschfleck an Paulis Hals und er dreht natürlich wieder voll durch. Er denkt ernsthaft dass es uns interessiert wie sie im Bett knutschend rumliegen :D. Das werde ich wahrscheinlich diesmal nichtmehr mit meiner Freundin erleben, aber das nächste Mal wenn wir zusammen bei jemandem sind und Zeit haben, knutschen wir auch mal wieder, wer weiß vielleicht geht es ihr ja doch schneller als gedacht soweit ganz gut. Ich drück ihr einen Kuss auf die Backe und danach noch ein Paar auf ihren empfindlichen Hals. Sie neigt ihren Kopf leicht auf die rechte Seite, an der gerade mein Kopf ihren Hals berührt. Ihre Schulter zieht sie auch leicht nach oben. Dabei kichert sie noch. Ich leg mein Gesicht wieder an ihres und schau zu den andern Turteltäubchen. Die 2 grinsen sich gerade an und wir reden noch ein bisschen. Heiko meint, dass er das Video alleine dreht und die Community es schon verstehen wird. Nach ein bisschen reden, was wir schon die ganze Zeit machen verabschieden sie sich. Der Arzt hat inzwischen gesagt, dass wir morgen erst gehen dürfen, nachdem er nochmal da war sind wir dann entlassen. Sprich wir sind gegen 10 oder halb 11 daheim.

& alles begann am letzen UrlaubstagWo Geschichten leben. Entdecke jetzt