Genau deshalb stürmte ich aus der Wohnung heraus und kurz danach aus dem Haus. Keiner hatte etwas gesagt. Keiner wollte mich aufhalten oder keiner konnte es. Vielleicht war ich einfach zu schnell, was aber ehr nicht möglich ist. Meine Reflexe sind... naja ich sag es mal so, am Arsch.
Doch es war eindeutig. Ich sah es ihnen an. Sie wollten mich nicht mehr vor ihren Augen haben.
"Chaeyoung warte doch!" rief mir jedoch Jungkook nach kurzer Zeit hinterher.
"Nicht Jungkook. Lass sie" antwortete ihm Namjoon.
"Nein. Lass du mich" ertönte Jungkooks Stimme erneut.
Kurz darauf hörte ich das Knirschen des Kiesbodens unter uns, ein paar Sekunden später tauchte er auch schon vor mir auf, woraufhin ich stehen blieb.
"Mir ist egal was für eine Vorgeschichte du hast, aber bitte beantworte mir diese eine Frage ehrlich. Unternimmst du nur etwas mit mir, weil ich ein Idol bin?"
"Ich... was? Nein! Ich mag dich... nein... ähm also deine Persönlichkeit, also... man du weißt was ich meine. Mir ist es egal ob du ein Idol bist oder der Hauswart von nebenan, aber du musst echt nicht weiter mit mir reden. Es ist nicht schlimm, wenn du dich deshalb von mir abwendest. Ich bin das gewöhnt, mach dir also wegen mir keine Sorgen."
"Du wirst deine Gründe haben, warum du das alles getan hast. Ich sehe dir doch an, dass du keine schlechte Person bist. Wenn du darüber reden willst, ich bin da, aber ich akzeptiere es. Solange du mich nicht ausraubst oder mein Haus in Brand steckst ist alles in Ordnung" kicherte er.
Er wollte die Situation lockern, das merkte ich sofort: "Keine Sorge. Mein Feuerzeug hab ich zu Hause vergessen, das muss also leider warten. Man ich hätte so gerne ein paar Marshmallows über dem Flämmchen gegrillt" witzelte ich nun rum, woraufhin er anfing zu lachen.
"Du bist schwer in Ordnung, Chaeyoung. Warte es nur ab, wenn dich meine Hyungs erstmal kennengelernt haben, wird auch Namjoon keine Zweifel mehr haben. Das verspreche ich dir."
Als ich ihm nun in seine Augen sah, erkannte ich etwas, was ich lange nicht mehr gesehen hatte. Aufrichtigkeit. Ich sah, dass er mir glaubte, mir vertraute, die Wahrheit sagte. Ich hatte dieses Gefühl vermisst. Das Gefühl, dass jemand auf meiner Seite steht und mich verteidigt und genau deshalb murmelte ich ein leises "Danke" vor mich hin.
"Geht es dir eigentlich gut?"
"Hm? Warum?"
"Schon vergessen? Du bist umgekippt und warst mehrere Stunden bewusstlos. Ich war kurz davor einen Arzt zu rufen. Was war los?"
"Ich weiß nicht ... wahrscheinlich hab ich einfach zu wenig getrunken."
Doch ich wusste selbst nicht warum das aufeinmal geschah. Nicht nur diesen Ohnmachtsanfall, sondern auch diese Kopfschmerzen, die immer wieder auftauchten, das Piepen in meinen Kopf und der Schwindel.Diese ganzen Beschwerden hatte ich noch nie. Warum also jetzt aufeinmal?
"Komm bitte mit rein. Wir werden das klären. Warte es nur ab. Heute Abend seid ihr unzertrennlich" meinte nun Jungkook.
"Ich weiß nicht."
"Komm schon. Ich lade ich dich auch zu einer Pizza ein, versprochen."
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Worlds Apart: Welcome to the World of Bangtan
FanfictionChaeyoung ist auf der Suche nach ihrem Vater, den sie nur noch dunkel aus Kindheitserinnerungen kennt, da er eines Tages plötzlich verschwand. Niemand wusste was damals wirklich geschah. Als sie Jahre später einem Signal aus dem alten Büro ihres Vat...