Fünfzehn♥

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Etwas nasses glitt über meine dreckige Wange. Vorsichtig blinzelte ich in die Wintersonne, vor mir stand Amigo. Er hechelte, eigentlich war er eher ein Hund als eine Katze. Vielleicht hatten Mira und ich zu oft mit ihm Stöckchen holen oder Knochen suchen gespiel, vielleicht waren wir auch einfach nur zu oft mit ihm einen spatziergagng an der Leine gemacht? Mira und ich hatten uns immer einen Hund gewünscht aber Pflegemom und Pflegedad hatten immer gesagt niemand von uns würde dreimal mit ihm am Tag spazieren gehen und so. Anfangs waren wir immer mit Amigo draußen aber vielleicht hatten sie recht, denn zwei Wochen später gingeb wir nur noch einmal am Tag mit ihm raus oder gar nicht und damit hatten wir uns einen eigenen Hund eschaffen, der sogar, wenn wir nicht wollten, alleine aufs Klo ging.

Ich rappelte mich mühevoll auf, in meinem Kopf hörte ich meinen Herzschlag. Mein Rücken tat weh und meine Ellenbogen waren mit blauen Flecken bestückt. Ich klopfte meine Sachen ab und lief Amigo hinterher, der mir freudig hechelnt voraus sprang. Ich wollte nach Hause, also joggte ich damit es schneller ging. Mein Kopf tat weh, ich fasste mir an die Stelle auf die ich gefallen war, Blut. Ich hatte eine Platzwund, Blutergüsse und Kopfschmerzen. Ich stöhnte und lief weiter.

Zu Hause angekommen klingelte ich sturm. Mom kam an die Tür. "Evelyn! Was ist denn mit dir passiert? Du siehst ja schlimm aus! Komm rein." Ich trat ein, fiel ihr um den Hals und alle Tränen die sich angestaut hatten flossen auf einmal. Ich heulte mich an ihrem Hals aus, bis ihr Morgenmantel komplet duchgeweicht war. Wie lange ich wohl weg war? War ich lange ohnmächtig gewesen?

"Erzähl mal, wie war es?", fragte sie schließlich und bugsierte mich, wie Dad einige Zeit zuvor auf das Sofa.

Ich erzählte Pflegemom alles.

Als ich fertig war, waren ihre Augen geschlossen. Hatte sie mir überhaupt nicht zugehört oder war sie während meines geschluchtztes eingeschlafen?

Ich zog ihren rechten Augenlied hoch, sie war wach und öffnete erschrocken beide Augen. "Hast du geschlafen?" "Nein, meine kleine. Ich kann mich mit geschlossenen Augen besser konzentrieren." Das stimmte, bei einer Sitzung hatte sie oft die Augen geschlossen, wenn sie die Zukunft deutete oder so. Ich kannte mich mit ihrer Helseherei nicht aus, mich interessiert so etwas nicht wirkleich, da ich nicht daran glaubte.

"Ich will das nicht, Mom. Ich will wieder ich sein. Kein Wolf." Ich schluchzte auf. Mira kam zu uns und sah mich fragend an. Ich winkte ab.

Alles war scheiße, Mira konnte nicht mehr sprechen ich war ein Werwolf und Mom und Dad wollten sich umbringen.

Mom wickelte mir einen Verband um den Kopf und machte mir einen Tee.

Wie findet ihr es? Gut? Schlecht? Langweilig? Zu kurz? Zu lang? Schreibt es in die Komis, wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt :*

Hel, euer Gummibärchen♡♥♡

Und alles ist andersWo Geschichten leben. Entdecke jetzt