20. DON'T LET ME GO

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20. DON'T LET ME GO

                    Harry POV
Nachdem ich mich bei Louis wegen meines Fehlers ausgeheult hatte, saß ich auf meinem Bett und starrte an die weiße Wand vor mir. Louis musste kurz weg, weil Niall und die anderen Jungs was mit ihm besprechen wollten und deshalb war ich alleine. Er hatte mir Angeboten, mit zu kommen aber ich brauchte gerade Zeit für mich alleine. Heute war der Tag, der mir bewieß, dass ich Louis mochte. Mehr als ich sollte und mehr, als ich mir selbst erlauben durfte. Ich mochte ihn nicht einmal mehr, ich liebte ihn. Ich wusste das und ich spürte es. Ich spürte, wie ich ihn liebte. Mit jedem Zentimeter meines Körpers. Jedoch machte es mich verrückt, dass ich ihn immer wieder verletzte. Immer wieder tat ich ihm weh, obwohl ich es nicht wollte und trotzdem war er für mich da.

Ich hatte Angst, Angst dass er mich verlassen würde. Dass er mich gehen lassen würde, weil er es mit mir nicht mehr aushielt.

Don't let me go. , kritzelte ich auf meinen Block, welches auf meinem Schoß lag und dachte an Louis.

Ich war alleine. Ich fühlte mich alleine, ich hatte niemanden. Meine Familie hasste mich. Von meinem Vater wollte ich erst gar nicht anfangen. Zayn? Zayn war zwar immer für mich da aber er verstand mich nicht. Er wollte mich immer nur beschützen aber ich brauchte das nicht. Ich brauchte jemanden, der mich nicht alleine ließ. Der mit mir zusammen in einem Bett schlief, auch wenn das Bett zu klein war. Jemand, der mich in seine Arme schloss und mich einfach nur fest hielt. Ich hatte genug davon, alleine zu sein.

Ich nahm meinen Stift in die Hand und schloss meine Augen. Ich dachte an den Tag zurück, an dem ich Louis gesehen hatte. Er stand vor mir, starrte mich an und bewegte sich kaum. Mein Atem wurde immer schwerer und ich bekam kaum Luft. Zitternd bewegte sich meine Hand und schrieb diesen Moment auf.

Now you were standing there right in front of me
I hold on it's getting harder to breathe

Ich erinnerte mich daran, wie mich das Licht geblendet hatte als ich meine Augen geöffnet hatte. Sie waren so hell und ließen Louis fast schon wie einen Engel aussehen. Ihm fehlten nur die Flügel. Ich lachte leise bei dem Gedanken.

All of a sudden these lights are blinding me
I never noticed how bright they would be

Ich lächelte unbewusst als ich mir Louis mit Engelsflügeln vorstellte und kritzelte weiter irgendwelche Wörter in mein Block, ohne darüber nach zu denken. Sie passten einfach perfekt zu dem, was ich seit Tagen schon für Louis empfindete und ich versuchte es so gut wie möglich zu verstecken. Ich wollte es nicht offensichtlich machen, aber so erkennbar genung, dass wenn man ein bisschen was über uns wusste, es einem sofort klar wurde.

I saw in the corner there is a photograph
No doubt in my mind it's a picture of you
It lies there alone in its bed of broken glass
This bed was never made for two

Hatte ich euch schon mal gesagt, dass ich früher Gesangsunterricht genommen hatte? Natürlich früher, bevor Richard in unsere Familie kam. Bevor das alles aus dem Ruder lief. Bevor ich krank wurde. Seit dem hatte ich nie wieder gesungen und ich verspürte diesen Drang in mir, wieder zu singen aber ich traute mich nicht.

I'll keep my eyes wide open
I'll keep my arms wide open
Don't let me
Don't let me
Don't let me go
'Cause I'm tired of feeling alone

Meine Hand war immer noch am Schreiben, während ich an Louis dachte. Was er wohl gerade tat? Ob er auch an mich denken musste? Ich lächelte und kirtzelte an die Seite des Blockes seinen Namen: Louis

It is what it is (Larry Stylinson)Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt