"Hey Dad!" Stiles trat vorsichtig in das Büro seines Vaters. Ängstlich sah er, dass sein Vater bewegungslos in seinem Schreibtischstuhl saß und ihn mit einem ausdruckslosen Gesicht ansah.
Sein Körper begab sich automatisch in eine Art Abwehrhaltung, die etwas zusammengesackt wirkte. die Hände hingen ihm an der Seite hinunter, doch waren bereit, sich schützend vor sein Gesicht zu ziehen. Dann endlich begann sich Noah Stilinski zu bewegen, erhob sich von seinem Stuhl und stellte sich hinter seinen Schreibtisch. "Mein Sohn. Mir ist klar, dass du Stress in der Schule hast und es ist komplett in Ordnung" sagte er ruhig. Doch dann schlug er seine Hände so stark auf seinen Schreibtisch, dass Stiles Angst hatte, dieser würde dem Druck nicht stand halten. "Aber es ist absolut nicht in Ordnung deswegen mit viel zu überhöhter Geschwindigkeit durch die Stadt zu fahren! Drei meiner Deputies haben deinen blauen Jeep mit mindestens 20kmh über dem eigentlichen Limit gesehen! Weißt du was das normalerweise bedeutet? Dass dir der Führerschein entzogen wird und du eine Menge Geld verlierst. Junge, was ist nur in dich gefahren? Menschen hätten verletzt werden können" beendete Noah seine Rüge und sah seinen Sohn erwartungsvoll an.
"Tut mir leid, Dad" war alles, was Stiles in diesem Moment herausbekam. Ihm war nicht bewusst gewesen, dass er so schnell gefahren war und noch weniger, dass er Menschen in Gefahr hätte bringen können. Noah Gesichtszüge erweichten wieder, als er sah, dass es seinem Sohn schlecht ging. Er hatte damit gerechnet, dass Stiles sich rechtfertigen würde, so wie er es jedes mal tat. Doch stattdessen, sah er noch bedrückter aus, als sonst.
Der Sheriff ging um seinen Schreibtisch herum und legte seinem Sohn eine Hand auf die Schulter. "Was ist los Stiles?" fragte er besorgt, als sein Sohn den Kopf hob. "Stress, Dad" antwortete Stiles auf seine frage. Er wollte seinen Vater nicht mit seinen Problemen belasten, zumal es keine besonderen Probleme waren. Genau genommen wusste Stiles noch nicht einmal, warum er so sauer auf seine Freunde war. Es war egoistisch von ihm, sauer auf sie zu seien, nur weil sie sich mehr um ihre Beziehungen kümmerten. Er sollte sich für sie freuen, dass sie so glücklich waren.
Noah sah seinen Sohn noch besorgter an, als zuvor. Er wusste, dass es nicht der Wahrheit entsprach. Doch genauso gut wusste er auch, dass er Stiles nicht dazu zwingen konnte, es ihm zu sagen. Er musste einfach darauf warten, dass sein Sohn zu ihm kam und alles erzählte. In solchen Momenten wünschte er sich seine Frau zurück. Claudia hätte ihm in solchen Momenten gesagt, dass ihr Sohn Zeit brauchte und er sich keine Sorgen machen musste. So aber, machte sich der Sheriff mehr Sorgen um seinen Sohn, als dass er wütend auf ihn war. Im Gegenteil sogar: die Wut war schon längst verschwunden.
Stiles verließ mit hängendem Kopf das Revier. Er wusste, dass er alles falsch gemacht hatte. Bei Scott, seinen Freunden und sogar seinem Vater. Er fuhr langsam nach hause, versuchte die Tränen zurückzuhalten, damit seine Sicht auf die Straße nicht verschwamm und als er in seinem Zimmer war, konnte er nicht anders und ließ seinen Tränen freien Lauf. Es war zu viel! Stiles konnte die Last der letzten Tage und Woche auf seinen Schultern spüren, die ihn zusammensacken ließ. Schließlich schmiss er sich auf sein Bett und fiel binnen Minuten in einen Traumlosen Schlaf.
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Sterek- Von Nachhilfe und neuen Freundschaften
FanficStiles fühlte sich einsam. Seine Freunde hatten kaum noch Zeit für ihn. Auch zuhause war er allein. Sein Vater arbeitete von früh bis spät und hatte selbst am Wochenende keine freie Minute für seinen Sohn. Stiles versankt immer mehr in Selbstmitleid...