"Ich weiß nicht, was ich von deinem Angebot halten soll." sagte ich nachdenklich.
"Wir könnten es einfach Probieren und du schaust dir an, ob es etwas für dich ist?" entgegnete Plo Koon.
"Fangen wir erst einmal den Doktor, dann sehen wir weiter...", antwortete ich ernst.
"In Ordnung. Wir erreichen gleich Coruscant, lass uns schon in den Hangar gehen." sagte der Jedi und ich nickte ihm zustimmend zu. Auf dem Weg zum Hangar sammelten wir Commander Wolffe, Boost, Sinker und Comet ein.
"Warst du schon einmal auf Coruscant?" fragte Plo Koon als wir noch auf dem Weg waren.
"Ja, schon ein paar Mal um gewisse Personen aufzusuchen." antwortete ich.
"Um welche handelte es sich?" fragte er.
"Darüber darf ich nicht sprechen. Das du weißt, wer mein aktuelles Ziel ist, ist bereits sehr dünnes Eis. Ich habe kein Interesse daran das Ziel von Lazarus zu sein." entgegnete ich ernst und der Jedi verstand.Der Kreuzer trat in die Atmosphäre von Coruscant ein und wir stiegen in Kanonenboote, um zur Oberfläche zu gelangen.
Der Flug dahin wurde durch Stillschweigen begleitet.
Ich spürte, dass Commander Wolffe mich durch seinen Helm musterte, sodass ich ihm nach einer Weile einen gelangweilten Blick zu warf.
Sofort löste er seine Blicke und ich hatte endlich meine Ruhe.Das Kanonenboot landete nach einer Weile und die Türen öffneten sich.
Die Klone und Meister Plo Koon stiegen zuerst aus. Ich hingegen war etwas skeptisch gegenüber der ganzen Situation in der ich jetzt steckte.
Eigentlich sollte ich nur den Doktor aufspüren und zur Strecke bringen, jetzt stand ich am Jedi-Tempel und arbeitete unweigerlich mit anderen zusammen.Klar, es war Meister Plo Koon und ich mochte ihn. Seine Soldaten waren auch ganz in Ordnung, jedoch war ich bevorzugt allein unterwegs.
"Kommst du Nicami?" riss mich Plo Koon aus meinen Gedanken.
Ich nickte und folgte ihm und seinen Soldaten nachdenklich."Alles in Ordnung?" fragte mich der Commander, als er sich etwas nach hinten fallen ließ.
Ich musterte ihn kurz, ehe ich ihm antwortete.
"Sicher. Ich bin sonst immer allein unterwegs, das ist eine komische Situation für mich." antwortete ich und sah wieder nach vorn.
"Aber warum seid Ihr bevorzugt allein? Ist das nicht langweilig?" fragte er und wir liefen nun auf einer Höhe nebeneinander her.
"Es ist unkompliziert. Man muss sich nach niemanden richten, kann tun und lassen was man möchte..." antwortete ich und grübelte.
"Das mag sein, aber es ist sicher auch sehr einsam." stellte er die unvermeidliche Tatsache auf und ich spürte seine Unverständnis.
"Ja, es ist einsam, aber es ist besser so. Das könnt Ihr nicht verstehen, Ihr seid es gewohnt immer andere um Euch herum zu haben." versuchte ich mich zu verteidigen.
"Manchmal wäre ich auch gern allein, meine Brüder können manchmal sehr nerven. Ihr habt sie ja selbst kennengelernt." sagte er und man hörte förmlich das Augenrollen.
Ich schmunzelte.Meister Plo Koon und ich gingen in den Jedi-Tempel, während die Klone draußen warteten.
"Nicami, es freut mich, dich bei guter Gesundheit zu sehen!" begrüßte mich bereits ein Jedi mit Bart, welcher uns entgegen kam.
"Das ist Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi." stellte Plo Koon den Jedi vor.
"Schön dich kennen zu lernen." fügte noch Kenobi hinzu und ich nickte ihm zu.
Wir gingen die Gänge weiter, Kenobi und Plo Koon sprachen miteinander, ich bekam davon nichts mit.
Zu sehr war ich in meine Gedanken vertieft.
Der Commander hatte voll ins Schwarze getroffen, ich war einsam. Sehr einsam.
Unzählige schlaflose Nächte plagten mich, ausgelöst durch Albträume.
Ich war nicht immer einsam, musste aber auf schmerzlichste Art und Weise den Verlust kennenlernen und beschloss von da an allein unterwegs zu sein.
Zu lange kämpfte ich mit diesem Schmerz, der mich innerlich auffraß. Der Schmerz sitzt immer noch tief, jedoch habe ich gelernt damit umzugehen.
Vielleicht waren aber Plo Koon und seine Männer meine Erlösung..."Nicami?" riss mich Plo Koon aus meinen Gedanken und ich sah aufgeschreckt zu ihm hoch.
Der andere Jedi war verschwunden und wir standen vor einer großen Tür.
Kurz überlegte ich, wie wir hier her kamen, verwarf aber kurz darauf wieder die Überlegung.
"Ja?" fragte ich irritiert.
"Dich beschäftigt etwas. Kann ich dir helfen?" fragte Plo Koon besorgt.
"Nein, alles in Ordnung. Was steht jetzt an?" antwortete ich und sah ihn abwartend an."Wir gehen gleich in den Raum rein, dort warten auch andere Jedi-Meister darauf, Dich endlich kennenzulernen. Nur damit Du darauf vorbereitet bist." erklärte der Jedi.
"Aber wieso sind alle so wild darauf, mich kennenzulernen?" fragte ich verwirrt und hob eine Augenbraue."Viele sind gespannt, wie du dich die Jahre über entwickelt hast, weit weg vom Orden. Du solltest schließlich mal Padawan werden." sagte er und ich fühlte mich überfordert.
"Dann mal los...", grummelte ich wenig begeistert und wir betraten den Raum.Einige Stunden, unzählige Fragen und Erklärungen später, verließen Plo Koon und ich wieder den Raum und ich atmete erst einmal auf.
"War es so schlimm?" fragte Plo Koon und ich sah mit fassungslosem Blick zu ihm."Es war furchtbar. Lass uns hier verschwinden und den Doktor suchen. Wir haben ja nun ein paar Anhaltspunkte." entgegnete ich ernst und Plo Koon nickte.
Dem Ausgang schon nah, erblickte ich bereits Plo Koons Soldaten und freute mich innerlich wieder bei ihnen zu sein.
Die Soldaten standen mit ihren Helmen unter dem Arm am Eingang und plauderten, als einer uns beide erblickte und anschließend alle zu uns sahen.
Der Blick von Wolffe war zielstrebig und sofort auf mich gerichtet. Es fühlte sich an wie Zeitlupe, wie wir uns aus der Ferne gegenseitig ansahen und ich könnte schwören, dass sein ernster, grimmiger Blick etwas weicher wurde.
Dieser Moment fühlte sich komisch an. Mir wurde warm ums Herz und ein wohliger Schauer lief mir über den Rücken, während wir uns ansahen.
Irgendetwas hatte dieser grimmige Commander an sich. Er stand dort so Stolz und erhobenen Hauptes.
Sicher hatte er auch bereits einiges durch, worum ihm niemand beneiden würde.
Plo Koon und ich erreichten die Soldaten und bis zum Schluss sahen Wolffe und ich uns an.
"Wir haben nun nähere Informationen zu dem Doktor erhalten, wir sollten umgehend aufbrechen." sagte Plo Koon und erst jetzt löste sich der Blick von Wolffe von mir.
"Verstanden, General." antwortete Wolffe und wir gingen als geschlossene Gruppe zurück zum Kanonenboot, stiegen ein und flogen zu den unteren Ebenenen.
Den Flug über klärte Plo Koon die Soldaten auf, bis wir landeten und ausstiegen.
Ich blickte mich kurz um und sah anschließend hoch.
Wir waren wirklich weit unten.
Ich schloss meine Augen und konzentrierte mich auf die Umgebung.
Es herrschte reges getummel in den Gassen, es stank nach Alkohol und es war laut.
Im nächsten Moment vernahm ich ein Gespräch in der Ferne, welches verdächtig klang.
Ich riss meine Augen auf und ging zielstrebig auf die zwei verhüllten Personen zu.
"Nicami, warte!" rief mir Plo Koon hinterher, jedoch ignorierte ich es.Wenige Momente später gesellte ich mich zu den zwei Menschen, deren Kapuzen tief ins Gesicht gezogen waren.
"Guten Abend die Herren. Ich suche nach einer bestimmten Person...", fing ich an und sah sie erwartungsvoll an.
"Wen suchst du denn Süße?" schleimte einer der beiden Herren und legte einen Arm um mich.
Innerlich zerriss es mich vor Wut, setzte aber mein Pokerface auf.
"Nun, ich suche nach einem Doktor und vielleicht könntet ihr beide mir helfen?" lächelte ich.
"Wir sind Liebesdoktoren, sicher können wir dir helfen." schleimte der andere rum und war drauf und dran mich unsittlich zu berühren.
Kurz bevor er mich angrabschte, brachte ich mit gezielten Handgriffen beide Herren mit dem Gesicht zu Boden und verschränkte ihre Arme so auf den Rücken, dass sie bei jeder noch so kleinen Bewegung vor Schmerz fast schreien mussten.
Ich stellte anschließend fest, dass Wolffe zu mir gekommen war und mich verwirrt ansah.
"Was?" fragte ich ihn irritiert.
"Ich...wollte Euch gerade zur Hilfe kommen... Wie ich sehe, habt Ihr aber alles unter Kontrolle." antwortete er und ich zuckte mit dem Schultern."So, nun zu euch beiden. Ich suche Doktor Armedia. Ich habe euch von weitem über ihn reden hören." sprach ich bedrohlich zu den beiden Herren, welche vor Schmerz stöhnten.
"Wir wissen nicht, wovon du sprichst!" quälte einer hervor.
"Ach wirklich?" fragte ich genervt und drehte ihm den Arm weiter, wodurch er vor Schmerz aufschrie."Nicami, es ist gut!" Schritt Plo Koon ein, ich hob meinen Blick und sah in unverständlich an.
Im nächsten Moment ließ ich los und stand auf.
"Es gibt auch andere Möglichkeiten an Informationen zu kommen." fügte er hinzu und ließ die beiden Männer von seinen Soldaten hoch heben und festnehmen.
Ich seufzte.
"Entschuldige bitte. Ich bin nun mal anders ausgebildet worden." sagte ich nachgebend und wartete seine Antwort ab.
Plo Koon sagte darauf aber nichts mehr und wandte sich an die beiden Männer.~1455 Wörter
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Nicami - the lone white raven - a Star Wars TCW story
Fiksi PenggemarDie Klonkriege sind im vollen Gange, als eine Elitekriegerin einer privaten militärischen Organisation auf die Suche nach einem gefährlichen Virologen geschickt wird. Sie hatte die gleiche Mission wie Meister Plo Koon und so kreuzten sich ihre Wege...