Kapitel 8

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Auf der Brücke angekommen stand dort auch schon Plo Koon und sah sich ein paar Daten auf einem Datapad an.

"Guten Morgen, Meister Plo Koon." grüßte Ich ihn mit einem Lächeln.
Der letzte Abend sowie die Nacht standen mir noch ins Gesicht geschrieben.

"Nicami, Guten Morgen. Du schaust fertig aus." antwortete Plo Koon und ich musste verlegen grinsen.
"Nun, deine Soldaten hat es glaube ich schlimmer getroffen." kicherte ich.
"Ich bin aber wegen etwas anderem hergekommen... Ich... Schließe mich dir an." sagte ich und es kostete mich einiges an Überwindung.
Einen Moment lang starrte mich Plo Koon nur an.
"Oh das ist ja super! Großartig, Nicami!" freute er sich anschließend und legte eine Hand auf meine Schulter.
"Ich habe aber eine Bedingung...", sagte ich und sah ihn ernst an.
"Lass mich Lazarus beseitigen." sprach ich mit festem Blick.
"Ich kann es als Jedi nicht gut heißen. Jedoch werde ich mich dir nicht in den Weg stellen." antwortete Plo Koon und ich nickte ihm zu.
"Aber wieso auslöschen?" fragte er.
"Weil mir gestern wieder klar geworden ist, was Lazarus wirklich tut und dass sie mich einer gewaltigen Hirnwäsche unterzogen haben... Ich habe einen Albtraum gehabt... Der mich daran erinnerte...", antwortete ich und senkte ernst den Blick.
Meine Hände ballten sich zu Fäusten, jedoch beruhigte ich mich schnell wieder.

"Sir, Senatorin Amidala hat um Hilfe gerufen. Naboo wird gerade von den Separatisten angegriffen. Grievous führt den Angriff an. Wir sollten uns umgehend los machen." unterbrach uns Wolffe.
Unsere Blicke kreuzten sich und ich spürte eine Unsicherheit in Wolffe. Vermutlich kann er sich erinnern, ist sich aber nicht sicher, ob es geträumt oder Realität war.
Wenn ich mir nichts anmerken lasse, wird er es für einen Traum halten.

Ich löste den Blick von Wolffe und sah zu Plo Koon.
"Ich bin bereit, wenn du es bist." sagte ich entschlossen mit funkeln in den Augen.
Plo Koon nickte und der Kreuzer setzte sich in Bewegung.

Wir verließen so schnell wie möglich Coruscant, um den Hyperraumsprung nach Naboo zu starten.

Währenddessen kontaktierten wir Senatorin Amidala und erkundeten uns nach dem aktuellen Stand.

"Senatorin, wie geht es Euch?" fragte Plo Koon.
"Mir geht es gut, es wird aber nicht mehr lange dauern, bis es die Droiden hierher geschafft haben. Beeilt Euch bitte." antwortete sie besorgt.
"Wir erreichen gleich Naboo, haltet durch." antwortete Plo Koon und beendete die Holo-Übertragung.

"Nicami, ich werde mit dem Jäger voraus fliegen um die Senatorin zu schützen." sagte Plo Koon und sah mich ernst an.

"Ich bleibe sicher nicht hier und drehe Däumchen. Ich werde mit den Truppen am Boden kämpfen. Wenn ich etwas kann, dann ist es kämpfen. Beschütz du die Senatorin und mach dir keine Gedanken." antwortete ich und sah nun ihn ernst an.
"In Ordnung. Sobald du aber auf Grievous stößt, ziehst du dich zurück. Er ist sehr gefährlich." sagte er mit besorgtem Ton.
Ich lächelte.
"Werden wir sehen. Greift er die Truppen an, werde ich mich ihm in den Weg stellen." entgegnete ich mit todesernstem Blick.
Plo Koon seufzte und wusste, dass er an meinem Entschluss nicht rütteln konnte.

Einige Momente später erreichten wir Naboo, Plo Koon flog im Jäger voraus und ich stieg mit Wolffe und den Truppen in die Kanonenboote.
"Der Feind ist gerade einmal einen Klick von unserem Landepunkt entfernt, das wird eng." klärte mich Wolffe über den Flug auf.
"Kein Problem, das schaffen wir." sagte ich entschlossen und überprüfte noch einmal meine Waffen.

Das Kanonenboot landete und wir sprangen mit gezogenen Waffen heraus.
Bereits wenige momente später wurden wir bereits von den feindlichen Truppen entdeckt und stürzten in ein Feuergefecht.
Zum Glück hatten wir einige gute Deckungsmöglichkeiten, sodass die Soldaten Schutz suchen konnten.

Ich blieb an vorderster Position und wehrte viele Schüsse mit meinen Schwertern und der Macht ab, schnetzelte die Droiden ab und wich selbst Schüssen aus.

"Nicami! Verdammt was machst du da?!" rief Wolffe und schoss aus der Deckung heraus.

"Kämpfen! Siehst du doch!" rief ich zurück und machte gleich mehreren Droiden einen Kopf kürzer.
Ich bewegte mich kontrolliert und geschmeidig und führte kraftvoll und elegant meine Klingen.
Zwischenzeitig nutzte ich auch die Macht, um mehrere Droiden wegzustoßen.

"Geh in Deckung, es werden immer mehr!" rief mir der Commander zu, ich zerlegte weitere Droiden und begab mich anschließend in Deckung zu Wolffe.
Ich tauschte meine Schwerter gegen meine Blaster und schoss mit Wolffe aus der Deckung heraus auf die Droiden.
Viele Schusswechsel später bekämpften wir erfolgreich den Feind und arbeiteten uns weiter zu Plo Koon und der Senatorin vor.

Als wir die Stadt erreichten, einige feindliche Truppen erledigten und die Gassen durchstriffen, wurden wir von Grievous und Attentäterdroiden umzingelt.

"Wen haben wir denn da?" röchelte Grievous und ich sah ihn erzürnt an.
Die Soldaten und Wolffe zielten mit ihren Waffen auf den Feind.

Grievous aktivierte vier Lichtschwerter und ging mit seinen Attentäterdroiden auf uns los.
Blitzschnell griff ich nach meinen Schwertern und parierte seinen Angriff.
Ich kämpfte aber nicht nur gegen Grievous, sondern auch gegen zwei seiner Attentäterdroiden und war gut beschäftigt.
Gerade als ich die zwei Attentäterdroiden ausgeschaltet hatte, hörte ich einen Schuss und mir wurde schlecht.
Schlagartig löste ich meine Konzentration von Grievous und sah wie Wolffe zusammen sackte.
In einem Bruchteil einer Sekunde entschied ich mich Grievous ziehen zu lassen und rannte zu Wolffe.
Als ich bei ihm ankam, fiel ich auf die Knie, nahm ihm den Helm ab und suchte nach seinem Puls.
Nichts.
Die Panik stieg in mir und so löste ich seine Brustrüstung, öffnete den Druckanzug, zog meine Handschuhe aus und legte meine Hände auf die Wunde.
Ich schloss meine Augen und konzentrierte meine Macht auf die Wunde.

"Ich bin eins mit der Macht und die Macht ist mit mir." flüsterte ich und wiederholte es viele Male.
Ich setzte all meine Kraft und Macht ein, um Wolffe zu retten. In diesem Moment blendet ich alles andere aus und konzentrierte mich komplett auf die Wiederbelebung und Heilung.

Die restlichen Soldaten erledigten die übrigen Attentäterdroiden und sahen mir anschließend zu. Drückten die Daumen und hofften.

Die Wunde in der Brust verschloss sich langsam und einige Zeit später fühlte ich wieder ein Herzschlag.
Ich hatte es geschafft, Wolffe war wieder unter den Lebenden.
Langsam öffnete ich die Augen und atmete tief durch.

"Bringt ihn schnellstmöglich auf eine Medistation. Ich kümmere mich um Grievous und stoße dann zu Plo Koon." sagte ich erschöpft.

Sofort kümmerten sich die Soldaten um ihren Commander und ich machte mich allein an die Verfolgung von Grievous, welcher sich in der Zeit aus dem Staub gemacht hatte.

~1082 Wörter

Nicami - the lone white raven - a Star Wars TCW story Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt