Chapter 25

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Harry P.O.V.

Gemma war meine ältere Schwester, die an schweren Depressionen gelitten hat.

Täglich schlitzte sie ihre Arme und Beine auf und kotzte alles was sie aß aus.

Ich bemerkte es zu spät und wusste nicht was ich tun sollte. Ihr war nicht mehr zu helfen.

Eines Tages als ich von der Schule kam fand ich ihren leblosen Körper neben der Toilette. Ihre Haut war leicht blau verfärbt und ihre Wunden frisch.

Wieder überkam mich ein Schauer. Es war der schlimmste Tag in meinem Leben.

Ich wollte nicht dass das gleiche Claire wiederfuhr. Ich wollte nicht noch jemanden verlieren. Jetzt, wo sie mir irgendwie wichtig war.

Ich wollte, dass das was Gemma passiert ist, nicht noch jemandem passierte.

Ich musste etwas tun, ich musste Claire helfen.

Claire P.O.V.

"W-wer war Gemma?"
Fragte ich mit zittriger Stimme. War sie seine Freundin gewesen?

Ein Gefühl von Eifersucht überfuhr mich. Sie war bestimmt viel schöner und dünner als ich.

"Sie war meine Schwester" sagte er und presste seine Lippen aufeinander. Er schien es wohl nicht zu mögen, über sie zu reden.

"Oh.. E-es tut mir leid" entschuldigte ich mich und Mitleid überkam mich.

Wir hatten beide eine Person die uns sehr viel bedeutet hat, verloren.

"Ist schon okay" murmelte er und hob mir dann bittend das Brot vor den Mund.

Ich nahm ein paar bissen, ihm zu liebe und auch ein wenig aus angst. Das Gefühl von essen in meinem Bauch tat gut und auch der Geschmack auf meiner Zunge.

Ich schreck auf als es plötzlich an der Tür klingelte. Wie viel besuch bekam Harry eigentlich noch?

Doch diesmal brauchte Harry nicht zur Tür zu laufen, da derjenige die Tür schon geöffnet hatte. Die Schritte wurden immer lauter, bis ein dunkel angezogener Junge in die Küche trat. Seine Haare standen in alle Richtungen ab und als er mich sah formten sich seine Augen zu schlitzen.

"Ich wusste du hast die schlampe nicht umgelegt!" Knurrte er und spannte sich an.

"Ich..ich kann das nicht, Zayn" Versuchte Harry es ihm zu erklären.

"Dann mach ich es."

Grob packte er mich an meinem Arm und zog mich hinaus. Ich lies einen Lauten Schrei von mir und versuchte ihn von mir weg zu bekommen. War das mein Ende?

"Beweg dich nicht und lass keinen laut von dir, dann wird es auch nicht so schmerzvoll sein."

Doch ich hörte nicht auf ihn. Panisch überlegte ich was ich tun sollte und schrie nach Harry.

Tränen Flossen über mein ganzes Gesicht und ich hatte noch nie so eine große Angst.

Stay strong || H. S.Wo Geschichten leben. Entdecke jetzt