>> BITTE?! << Oh nein Felina... Er hat sie fast beruhigt. >> Was erlaubst du dir du eingebildete Kuh?! Wen glaubst du beleidigst du hier?! << Am liebsten würde er sich begraben. Um Schlimmeres zu verhindern schiebt er sich zwischen die beiden Frauen, die just in diesem Moment aufeinander losgehen. Felinas Krallen bohren sich wie Nadelspitzen in seinen kaum geschützten Rücken, während Aura mit einem Tablett auf seine Brust schlägt. Keuchend bleibt er aufrecht stehen, bildet weiterhin eine Wand zwischen den beiden jungen, naja, fast Damen und ignoriert den schleichenden Blutfluss an seinem Rücken. >> Du hast ihn geschlagen! << Und er hat gedacht, sie würden sich beruhigen. Doch die wutentbrannten bronzenen Augen Auras funkeln seine Freundin an, erzürnt über ihren Ausruf. >> Du bohrst ihm deine Krallen in die Haut! Was Besseres bist du ja auch nicht! <<>> Ladys bitte... << Beschwichtigend hebt er die Hände, was ihn zusammenzucken lässt und den Göttern sei Dank, Felina bemerkt es. Er kann ihr wahrscheinlich erschrockenes Gesicht nicht sehen, doch er spürt wie sie vorsichtig ihre Hände von seinem Rücken nimmt. Erleichtert atmet er aus und widmet sich der immer noch rasenden Aura, die das Tablett mit eisernem Griff festhält, bereit es Felina bei der kleinsten Chance auf den Kopf zu donnern. Also bringt er ein schwaches Lächeln zustande und drückt es bestimmt nach unten.
>> Sie meint es nicht so. <<Sie kann nicht anders als empört zu schnauben. Das hat er jetzt nicht wirklich gesagt. Wieso nimmt er sie in Schutz? Ein bekanntes Gefühl der Zurückweisung trifft sie wie ein Faustschlag gegen die Brust und sie taumelt einige Schritte zurück. >> Wer ist sie Nino? << Sie will nicht verzweifelt klingen, aber ihre Stimme gehorcht ihr nicht. Ein kaum wahrnehmbares Zittern schleicht sich hinein und verzerrt ihre Worte wie nach einem anhaltenden Schrei. >> Kennst du sie etwa schon länger? << Verzweifelt schluckt sie den Klos hinunter, der ihr die Luft zum Atmen abschnürt und weicht immer weiter zurück. Sie haben gestern das Bett miteinander geteilt und jetzt... Hier steht eine andere Frau vor ihm und sieht sie wütend an. Als wäre sie die Böse, nicht dieses Miststück.
Aura ist egal. Selbst der Schwur ist egal. Er kann hören wie sie innerlich zerbricht. Vernimmt das Zittern ihrer Stimme und dreht sich sofort zu ihr um. Ehe sie zu weit zurückweichen kann, packt er ihre Hände. >> Lass mich los. << Sie flüstert und bricht ein Stück seines Herzens damit ab, doch er muss ihr das erklären. Denn das hier ist ein riesiges Missverständnis. >> Felina, ich kenne sie seit fünf Minuten. Sie ist gekommen um mich anzuschreien. << Ihre hochgezogenen Augenbrauen beweisen wohl, dass sie ihm nicht glaubt, also redet er schnell weiter, ehe sie Zeit findet um etwas zu sagen.
>> Ich habe nach dir gesucht Baby, weil Cora gegangen und mir das aufgetragen hat. Doch ich wusste nicht wo du bist. << Fester hält er ihre Hände, versucht ihr so zu beweisen, dass er es ernst meint. Seine Zukunft mit ihr steht immerhin auf dem Spiel. >> Ich hatte nur eine Ahnung und da fragte ich ein Mädchen. << Schluckend spürt er wie sie sich verkrampft, ja, er hat mit noch einem Mädchen gesprochen, aber das dürfte doch nicht so schlimm sein. Er liebt immerhin nur Felina, für immer und ewig. Aber es ist zu früh um ihr das zu sagen.
>> Mit meiner Art... scheine ich sie geängstigt zu haben und sie hat gezittert. Ich wollte nur, dass sie aufhört zu reden, da war ich wohl zu schorf mit ihr und dann tauchte Aura auf. << Langsam beruhigt sich sein Mädchen wieder, doch ein Fünkchen Misstrauen liegt immer noch in ihren dunklen Schokoaugen. Alles, er wird alles tun, um ihn wegzubekommen. Sie bis zur Besinnungslosigkeit zu küssen wird wohl nicht ausreichen, doch Worte alleine tun es auch nicht. >> Diese Frau hat mich angeschrien als wäre ich der Teufel, weil ich ihr Angst gemacht habe. Ich verspreche, dass ich sie noch nie zuvor gesehen habe. <<>> Um Himmels Willen bei so etwas Gefühlsduseligem wird ja sogar mir schlecht. << Felinas Blick wandert zu ihr und diese Aura rollt gekonnt mit den Augen, ehe sie, Hände in die Hüfte gestemmt, auf sie zukommt. >> Er lügt nicht Lady von Irgendwas. Ich habe ihn angeschrien und hatte natürlich beste Gründe. << Ihr gewinnendes Lächeln erreicht ihre Augen nicht, als sie auf Nino deutet und ihre Augen sich zornig verengen. Er scheint sie wirklich verärgert zu haben und sie sieht ihr wie eine Frau aus, die das nicht so einfach hinnimmt. Nicht so wie die meisten Frauen bei Hofe. >> Dieser Arsch hat meine Kleine beleidigt und das lasse ich nicht so einfach auf mir sitzen. << Einen Moment verwirrt mustert Felina die noch ziemlich junge Frau. Anfang Zwanzig vielleicht. Sie musste wirklich sehr jung eine Tochter geboren haben, damit sie hier schon im Schloss arbeiten kann.
>> Es tut mir leid, wenn Nino deiner Tochter Angst gemacht hat. << Böse sieht sie zu ihm, ehe die Frau ihr gegenüber leise zu lachen anfängt. Nun ist sie vollends verwirrt. Mit schief gelegtem Kopf sieht sie zu ihr, wartet, bis sie sich wieder gefangen hat. >> Elody ist nicht meine Tochter. << Ein warmes Lächeln diesmal umspielt ihre, für Felinas Geschmack, zu vollen Lippen, doch sie kommt nicht umhin die Liebe in ihren Augen zu entdecken. >> Sie ist meine Freundin. << Ok, darauf fällt ihr nur eins ein.Aura erwartet viel. Abscheu, Verwirrung oder sogar Hass, doch die Frau namens Felina lächelt sie an, bevor sie sich grinsend losreißt und zu ihr geht und sie... umarmt. Das ist sie definitiv nicht gewöhnt und legt dementsprechend skeptisch die Hände auf den Rücken der Lady. >> Tut mir leid wegen des Missverständnisses und natürlich das Nino ihr Angst gemacht hat. << Sie wirft ihrem Freund einen finsteren Blick zu, ehe sie augenrollend zu ihr zurückblickt. >> Er muss noch üben wie er sich nicht wie ein Haide gegenüber Mädchen verhält. << Und schon gefällt sie ihr. Vielleicht werden sie sich doch noch blendend verstehen. Aber dafür muss sie sich wohl auch irgendwie entschuldigen. >> Ich hätte ihn vielleicht nicht ganz so heftig anfahren dürfen. << Entschuldigend lächelnd streicht sie den weichen blauen Stoff ihres Kleides glatt, der um ihre Hüfte fällt wie ein Wasserfall. >> Doch bei Elody reagiere ich immer ein bisschen zu impulsiv. << Die andere Frau lächelt nur und nickt verstehend, ehe sie lachend den Kopf schüttelt. Mit ausgestreckter Hand sieht sie Aura abwartend an. >> Nach diesem ganzen Chaos sollten wir die Höflichkeit nicht vergessen? << Zwinkernd nimmt sie Auras Hand und drückt sie sanft, ehe sie weitermacht und ihr Lächeln beibehaltet.
>> Ich bin Felina. Klingt doch besser als Lady von Irgendwas. << Zögernd erwidert sie den Druck der Lady und lächelt leicht. >> Dann kannst du mich Aura nennen, Kuh klingt so ländlich. << Ihr zuzwinkernd, verabschiedet sich Aura. Sie hat noch viel zu tun und das kann nicht warten. Ehe sie aufgehalten werden kann, verschwindet sie bereits um die selbe Ecke, die auch Elody genommen hat und lächelt verschmitzt, als Felina noch ein paar rasche Worte an ihren Freund richtet. Jetzt ist Zeit für ihre Freundin.

DU LIEST GERADE
Princess of Fire and Darkness ToG FF
FantasyAelin rettete die Welt, sorgte für Frieden und Wohlstand und auch ihre Tochter wuchs behütet mit Lysandras und Manons Tochter auf. Doch die tiefen Schatten der Nacht hatten ihre Haustiere entlassen und sie wollen spielen und sie fürchten nur die Erb...