"Nicami, weißt du wer das ist?" fragte mich Plo Koon eindringlich und legte seine Hand auf meine Schulter.
Ich löste den Blick vom Hologramm und sah Plo Koon an.
"Ich weiß nicht, wer genau das ist. Auf alle Fälle aber eine Dame aus der Schatteneinheit. In der Einheit war ich auch einige Zeit untergebracht...", erzählte ich und versuchte mich zu beruhigen.
"Lazarus schreckt vor nichts zurück. Sie werden weiter machen, wenn ich nicht schnellstmöglich diesen Verein ins jenseits befördere!" drückte ich klar und deutlich unsere Lage aus.
"Wir erreichen die Koordinaten in 14 Stunden, wie viel Zeit bleibt uns noch, bis Lazarus weitere Schritte einleitet?" fragte Plo Koom beunruhigt.
Ich sah ihn ernst an und schwieg.
"Nicami!" forderte Plo Koon mich auf.
Ich senkte meinen Blick und biss mir auf die Lippe.
"Keine zehn Stunden. Ich denke es wäre besser, wenn ich voraus springen würde. Mein Jäger ist viel schneller als dieser schwerfällige Kreuzer." antwortete ich ernst und sah Plo Koon abwartend an.
"Wir könnten mit einer Fregatte voraus springen. Ein leichtes und schnelles Schiff auf dem wir als Einheit in unter zehn Stunden zu den Koordinaten springen können." sprach eine bekannte Stimme hinter mir.
Ich drehte mich überrascht um und sah Wolffe in voller Montur. Seinen Helm klemmt er unter einen Arm und sah kampfbereit zu Plo Koon.
"Nein, es wäre klüger wenn ich allein gehe. Schließlich habe ich uns das eingebrockt!" entgegnete ich.
"Bist du irre? Keine Alleingänge. Das betrifft die Republik genauso. Wir gehen mit!" sagte Wolffe ernst ohne den Blick von seinem Jedi zu lösen.
Ich blickte nun auch zu Plo Koon, welcher das grübeln anfing.
Es fühlte sich wie Stunden an, obwohl er nur wenige Sekunden überlegte.
"Commander Wolffe, stellen Sie mit Nicami eine Einheit zusammen und bereiten Sie alles vor. Nicami, du bist ein Teil unseres Teams, du trägst die Bürde nicht allein." sprach Plo Koon und ich sah ihn sauer an.
"Tzzz... Das ist purer Selbstmord!" zischte ich.
"Habe vertrauen in Wolffe und seine Männer. Ich werde auch mitkommen. Wir müssen uns beeilen, jede Minute zählt." entgegnete Plo Koon und Wolffe funkte ein paar seiner Männer in den Hangar.
Ich seufzte sauer und verließ die Brücke.
Nach einigen Metern merkte ich, dass ich nicht allein den Gang entlang stampfte, wurde langsamer und drehte mich um.
"Warum folgst du mir?" fragte ich genervt und sah in das ernste Gesicht des Commanders.
Er trat bis auf einen halben Meter an mich heran und sah leicht zu mir hinunter.
So standen wir uns noch nicht gegenüber und ein komisches Gefühl machte sich in mir breit.
"Ich möchte sicher gehen, dass du keine Dummheiten machst. Warum wehrst du dich so sehr dagegen, dass wir dir helfen?" fragte er etwas sanfter.
Einen Moment lang sahen wir uns einfach nur an ehe ich ihm antworten konnte.
"Ich ertrage es sicher kein zweites Mal, dich ohne Puls vor mir liegen zu haben. Vorallem nicht wegen mir...! Das ist ein Kampf zwischen Lazarus und mir. Mir allein...", antwortete ich angespannt.
"Ich bin ein Soldat der für den Krieg erschaffen wurde und gehe meiner Pflicht nach. Dass sich Lazarus auf diese Weise präsentiert, geht uns genauso etwas an. Ich akzeptiere nicht, dass du dich allein diesem Gegner stellen willst." sprach er und sah mich eindringlich an.
"Ich will dir genauso mit allem was in meiner Macht steht zur Seite stehen. So wie du mir. Nimm mir bitte nicht meine Ehre." fügte er hinzu und ich sah ihn nun schockiert an.
Mein Blick wurde wieder wütend, ich kniff meine Augen zu und grummelte sauer.
"Du kostest mich sehr viele Nerven, Wolffe." zischte ich sah ihn an und er fing an zu grinsen.
"Nun komm, wir müssen in den Hangar." grinste er mich an, schnappte meinen linken Unterarm und zog mich hinter sich her.
"Hey! Lass mich los!" keifte ich, er lachte und ließ los.
Ich ging nun einen Schritt entfernt hinter ihm her und starrte ihn sauer an.
Wie konnte man nur so stur und selbstmörderisch unterwegs sein?
Und dieser Gang..., so selbstbewusst und geschmeidig lief er vor mir her, als wäre nichts dramatisches.Dabei waren wir drauf und dran in unseren Tod zu rennen.
Im Hangar angekommen warteten bereits ein dutzend Männer, darunter Boost, Sinker und Comet. Den Rest kannte ich nur flüchtig vom sehen.
"Also Männer, den Plan erkläre ich auf dem Weg. Alle an Bord und Abflug!" rief er wie immer laut und durchdringend durch den Hangar.
Sofort wuselten die Soldaten umher, packten ihre Ausrüstung und stiegen in die Fregatte.Ich wollte die Chance nutzen und mich zu meinem Jäger schleichen, ehe mich jemand am Arm packte und zu sich zog.
Natürlich Wolffe.
"Keine Dummheiten, Nicami." sagte er ernst und sah nicht gerade begeistert aus.
Ich rollte mit den Augen und seufzte.
"Hab ich echt keine Wahl?" fragte ich genervt.
"Nein. Los, wir haben keine Zeit zu verlieren." antwortete er und schob mich vor sich in die Fregatte.
Der Kreuzer stoppte den Hyperraumsprung und die Fregatte löste sich aus der Verankerung.
Einen Moment später begab sich die Fregatte in den Hyperraum, der Kreuzer folgt, benötigte aber mehr Zeit.
Wolffe schob mich weiter vor sich her zum Besprechungsraum, in dem die Soldaten und Plo Koon auf uns warteten.
"Nun, Nicami, was wird uns dort erwarten?" fragte Plo Koon und ich sah ihn perplex an.
Einen Moment lang dachte ich nach und seufzte genervt."Vermutlich ein Haufen Bodentruppen, die dürften für euch jedoch kein großes Hindernis sein... Wir werden abgebrannte Dörfer sehen, enthauptete und ausgeweidete Leichen... Sehr viel unschönes. Es wird viel Arbeit sein, um an die Schattenkriegerin ran zu kommen. Ich habe eine Vermutung um wen es sich handeln könnte, jedoch bin ich mir erst sicher, wenn ich ihr gegenüber stehe. Ich bitte euch. Haltet euch aus dem Kampf mit ihr raus. Haltet mir lieber den Rücken frei, aber bitte, bitte lasst euch nicht in den Kampf verwickeln. Ich kann nicht für eure Sicherheit sorgen." erklärte ich schwerfällig. Mir schmerzt der Körper bei dem Gedanken daran, dass einer von ihnen getötet werden könnte.
"Wir werden unser bestes geben. Haltet euch also zurück, fokussiert euch auf die Bodentruppen und ebenbürtige Gegner." sprach Wolffe und seine Männer nickten entschlossen.
"Dann wäre das wichtigste geklärt. Ruht euch aus, bis wir ankommen." sprach Plo Koon und die Soldaten verließen den Besprechungsraum.
"Wie schlimm wird es?" fragte Plo Koon und sah mich an, während ich an einer Wand lehnte und auf den Boden starrte.
Einen Moment später blickte ich zu ihm rüber, dann zu Wolffe um wieder zu Plo Koon zu schauen.
"Kann ich nicht genau sagen, aber es wird definitiv sehr blutig. Passt auf euch auf." sagte ich todernst und ärgerte mich innerlich schon wieder, dass ich mich nicht allein Lazarus stellen kann.
~1118 Wörter

DU LIEST GERADE
Nicami - the lone white raven - a Star Wars TCW story
FanfictionDie Klonkriege sind im vollen Gange, als eine Elitekriegerin einer privaten militärischen Organisation auf die Suche nach einem gefährlichen Virologen geschickt wird. Sie hatte die gleiche Mission wie Meister Plo Koon und so kreuzten sich ihre Wege...