rakel0803
- Reads 2,754
- Votes 62
- Parts 26
Ich wurde für einen Mord verhaftet, den ich nicht begangen habe.
Die Beweise sind perfekt. Zu perfekt.
Und jetzt zwingt man mich, mich von dem einzigen Mann untersuchen zu lassen, dem ich nie trauen sollte.
Dem Psychiater mit den warmen Worten.
Dem Blick, der mich durchbohrt.
Dem Mann, der meine Gedanken kennt, bevor ich sie denke.
Er sagt, er will mich „heilen".
Doch jedes Mal, wenn er meinen Namen ausspricht, fühle ich, wie etwas in mir bricht.
Oder neu entsteht.
Ich weiß nur eines: Irgendetwas stimmt nicht mit ihm.
Gar nichts stimmt mit ihm.
Und trotzdem gehe ich zu ihm zurück.
Immer wieder.
Vielleicht, weil ich keine Wahl habe.
Vielleicht, weil er meine Rettung ist.
Oder mein Untergang.
✨
Er: "Sie haben Angst vor mir."
Ich: "Ich habe Angst vor niemandem."
(Seine Fingerspitzen berühren das Papier, kaum ein Geräusch.)
Er: "Das ist Ihre erste Lüge. Ich zähle sie mit."
Ich: "Sind Sie mein Psychiater oder mein Richter?"
(Ein Lächeln. Keine Wärme.)
Er: "Oh, ich bin viel schlimmer. Ich bin derjenige, der Ihnen am Ende glauben wird. Wenn alles vorbei ist."
(Die Tür fällt hinter mir ins Schloss. Es war nie verschlossen. Aber ich drehe mich nicht um.)
Er: "Bis nächste Woche. Wir haben gerade erst angefangen, Sie zu zerstören."