bal1im
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Manchmal halten wir jemanden für unsere Rettung.
Nicht, weil wir ihn wirklich kennen - sondern weil wir hoffen, dass er uns sieht.
Neva ist gerade dabei, ihr Abitur zu machen und ihr Leben so zu gestalten, wie sie es immer tut. Sie scheint ihr Leben fest in der Hand zu halten, doch weiß sie selbst nicht, ob sie die Kontrolle führt oder von ihr geführt wird.
Miran ist nicht der Typ, der viel sagt. Seine Kälte hält andere auf Distanz, seine Stille wirkt wie eine Wand. Er bleibt im Hintergrund, beinahe unsichtbar - und doch ist da dieses stille Wachen, als würde sein Schatten über ihr liegen, nicht um sie zu verdunkeln, sondern um sie vor dem Dunkel zu schützen. Für sie wird er zu einem Licht in Momenten, in denen alles kippt. Während er selbst nie ganz aus seinem eigenen Schatten tritt.
Plötzlich wirken die gewohnten Flure enger, Regeln brüchiger, Entscheidungen schwerer.
Wie weit darf man für jemanden gehen, wenn man nicht einmal weiß, ob er bleibt?
Und was bedeutet es, wenn Liebe nicht nur Herzklopfen ist, sondern auch die Gefahr birgt, sich selbst dabei zu verlieren?