Ginny_StayGirl
Als Noa ihren besten Freund Jannis zum Bahnhof bringt, lacht er noch.
Verspricht, zu schreiben.
Verspricht, zurückzukommen.
Zwei Monate später ist alles, was bleibt, ein Brief mit schwarzem Rand - und eine Leere, die Noa nicht in Worte fassen kann.
Sie beginnt, ihm Nachrichten zu schicken. An seine alte Nummer.
Nicht, weil sie glaubt, dass er sie lesen kann - sondern weil sie es muss.
Worte gegen das Vergessen.
Worte gegen das Verstummen.
Doch eines Tages kommt eine Antwort.
Nicht von Jannis.
Sondern von jemandem, der die Nummer jetzt besitzt.
Ein Fremder, der ihre Trauer liest.
Und zurückschreibt.
Zwischen Chatverläufen, Tagebuchseiten und stummen Nächten kämpft Noa sich zurück ins Leben. Und entdeckt, dass man loslassen kann, ohne zu vergessen - und dass manchmal da jemand ist, der bleibt, wenn man am wenigsten damit rechnet.
Eine Geschichte über Abschied, Heilung und die Worte, die bleiben, wenn alles andere verschwunden ist.