Yuri-Kazami
- Reads 1,556
- Votes 36
- Parts 5
Der Regen begann nun schwerer zu fallen und vermischte sich unaufhaltsam mit den heißen Tränen, die über deine Wangen rannen. In diesem Moment der absoluten Isolation, als die Welt um dich herum in einem Meer aus Verrat und Schmerz zu versinken drohte, tauchte plötzlich ein Schatten auf. Ein vertrautes Gesicht trat aus dem Grau der Wolken: Sung Jinwoo.
Mit einem Lächeln, das so warm war, dass es die Kälte des Regens für einen Herzschlag vergessen ließ, hielt er einen Schirm über dich. Sein Blick - diese wunderschönen, graublauen Augen - ruhte auf dir mit einer Sanftheit, die dich tief im Inneren erschütterte. „Jinwoo?", flüstertest du, und dein Name auf deinen Lippen klang wie ein zerbrechliches Gebet.
Er sagte nichts, doch die Sorge in seinem Blick sprach Bände. Als er sich neben dich setzte und dir wortlos seine Jacke um die Schultern legte, hüllte dich nicht nur der schwere Stoff ein, sondern auch seine pure, unerschütterliche Präsenz. In diesem Moment, während der Regen leise auf das Pflaster trommelte, spürtest du es zum ersten Mal seit Jahren wieder: Du warst nicht mehr allein.