kneipentisch
Die gleißende Sonne der Wüste tanzte über endlose Sanddünen und verbarg darunter Geheimnisse, die älter waren als die Zeit selbst. Generationen von Beduinen hatten ihre Kinder mit geflüsterten Warnungen vor einem Ort eingeschüchtert, den die Alten mieden wie die Pest. Ein Bauwerk, so hieß es, älter als die stolzen Pyramiden der Pharaonen, dessen blosse Existenz Unheil verhiess. Legenden erzählten von einem unheiligen Wächter, gefangen in den steinernen Eingeweiden dieses Ortes, und von Mächten aus fernen Sternennebeln, die einst über seine finsteren Hallen wachten. Man nannte es den Schlund des Teufels, einen Ort, an dem die Zeit ihren Atem anhielt und das Grauen in den Schatten lauerte. Sergeant Omar Hassan, ein Mann der Logik und des Militärs, hatte diese Geschichten stets mit einem müden Lächeln abgetan. Doch tief in seinem Inneren, in einer stillen Ecke seiner Seele, nagte eine unbestimmte Unruhe, ein leises, aber beharrliches Gefühl, dass manche Legenden mehr waren als blosse Märchen für dunkle Nächte.