niemalswach
[ poetische kurzgeschichte ]
Ein Zirkus erscheint über Nacht.
Kein Wagen, kein Ruf, nur ein Tor aus rotem Atem und ein Versprechen aus Papier.
Die Manege glänzt wie eine falsche Sonne, Clowns lachen mit gebrochenen Wirbelsäulen, Tänzerinnen bluten an unsichtbaren Fäden, und Masken wachsen in die Haut derer, die sie tragen.
Alles scheint nur ein Spiel - doch wer applaudiert, verliert mehr als nur seine Hände.
𝐯𝐨𝐦 𝐖𝐨𝐫𝐭 𝐢𝐦 𝐍𝐞𝐛𝐞𝐥 𝐳𝐮𝐫 𝐟𝐚𝐥𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐨𝐧𝐧𝐞
𝐯𝐨𝐦 𝐆𝐥𝐚𝐬𝐬𝐜𝐡𝐫𝐢𝐭𝐭 𝐳𝐮𝐦 𝐀𝐬𝐜𝐡𝐞𝐛𝐥𝐢𝐜𝐤
𝐯𝐨𝐧 𝐝𝐞𝐧 𝐇𝐚𝐮𝐭𝐦𝐚𝐬𝐤𝐞𝐧 𝐳𝐮𝐦 𝐞𝐢𝐬𝐞𝐫𝐧𝐞𝐧 𝐀𝐩𝐩𝐥𝐚𝐮𝐬
𝐮𝐧𝐝 𝐳𝐮𝐥𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐡𝐢𝐧𝐚𝐛 𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐋𝐞𝐞𝐫𝐬𝐭𝐢𝐥𝐥𝐞
Am Morgen ist der Platz leer.
Doch die Zettel hängen schon längst wieder an den Fenstern.