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𝐕𝐞𝐫𝐬𝐩𝐫𝐢𝐜𝐡 𝐞𝐬 𝐦𝐢𝐫, 𝐝𝐞𝐧𝐧 𝐢𝐜𝐡 𝐤𝐚𝐧𝐧 𝐞𝐬 𝐧𝐢𝐜𝐡𝐭.
Arme Menschen teilen gerne. Das weiß jeder Bewohner von Bezirk D, jung oder alt, Mensch oder Hexe. Mütter opfern sich für ihre Kinder, Brüder sich für ihre Schwestern, Schwestern für ihre Brüder. Wer dort lebt, glaubt zu wissen, was richtig oder falsch ist und glaubt zu wissen, stark zu sein. Doch bleibt diese Stärke, wenn man den Halt verliert? Wenn man nicht die Hoffnung teilt, sondern das Leiden?
Jedes Jahr werden aus jedem der vier Bezirke fünfundzwanzig Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren ausgewählt, um den Kriegsdienst antreten zu müssen. Wer magische Kräfte besitzt, darf am Drachenpalast bleiben und ein Krieger werden. Alle anderen werden zu Soldaten ausgebildet, die niemals wieder zu ihren Familien zurückkehren können.
Im Reich der Drachen bedeutet Stärke, zu töten. Wer ein Drachenkrieger werden will, muss diese Stärke besitzen - und darf nicht daran zerbrechen. Die Drachen sehen durch die Fassade durch, die sich ein jeder mühevoll aufbaut, und wer keinen wahren Namen trägt, hat schon verloren, bevor er auf dem Schlachtfeld steht.
Diese Kurzgeschichte handelt von fünf Jugendlichen, die für eine bessere Welt kämpfen wollen und letztendlich dazu verdammt wurden, für die Grausamkeit zu kämpfen. Sterben möchte niemand - doch wessen Herzen sind schwer genug, um die Last der Schuld auf sich tragen zu können?
Ist alles nur ein Versuch, sie zu brechen? Oder wurde ein Stein ins Rollen gebracht, der niemals wieder zum Stillstand kommen wird?