A-ADA-R_writes
~18+, Mafia Romance~
Ich wusste nicht, wie lange ich bereits in diesem Raum war, doch mein Körper hatte längst aufgehört, die Zeit zu zählen. Meine Handgelenke schmerzten von den Fesseln, die viel zu fest saßen, und jedes Mal, wenn ich versuchte, meine Finger zu bewegen, zog ein dumpfer Schmerz bis in meine Schultern.
Der Raum war dunkel, nur eine einzelne Lampe an der Decke warf ein fahles Licht auf den Boden, das gerade ausreichte, um die Umrisse der Person zu erkennen, die mir gegenüberstand.
Er sagte nichts.
Er stand einfach da, die Hände locker in den Taschen seiner dunklen Hose, als hätte er alle Zeit der Welt, während ich mit jedem Atemzug versuchte, meine Panik unter Kontrolle zu halten.
„Du hast Angst", stellte er schließlich ruhig fest.
Es war keine Frage.
Ich hob den Kopf und zwang mich, ihm in die Augen zu sehen, auch wenn mir alles in mir schrie, den Blick abzuwenden. Seine Miene war ausdruckslos, doch seine Augen lagen schwer auf mir, aufmerksam, prüfend, als würde er jedes Zittern meines Körpers registrieren.
„Du musst keine Angst vor mir haben", fuhr er fort, als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt.
Ein leises, bitteres Lachen entwich mir, bevor ich es verhindern konnte.
„Das sagen meistens Männer, vor denen man besonders Angst haben sollte", brachte ich hervor, meine Stimme rau und fremd.
Für einen Moment veränderte sich etwas in seinem Blick. Kein Lächeln, keine Wut, nur ein kaum wahrnehmbares Interesse.
Er trat näher.
So nah, dass ich seinen Atem spüren konnte, ruhig und kontrolliert, während mein eigener viel zu schnell ging. Er beugte sich leicht vor, legte zwei Finger unter mein Kinn und hob meinen Kopf an, bis ich gezwungen war, ihn anzusehen.
Mein Herz schlug mir bis zum Hals.
„Vielleicht", sagte er leise, „solltest du mich dann lieber Diablo nennen."