Zeilenfunke
»Sag mir, wie soll ich Frieden finden, wenn ich selbst der Krieg bin?«
Der Krieg will nur in Frieden weilen,
der Tod will leben, Schmerz will heilen
- das Schicksal will, dass sie alle schweigen.
Noára war einst die Göttin des Krieges - jetzt ist sie ein sterblicher Sündenbock, verstoßen vom Pantheon, gejagt von der Welt, und schlägt sich in der Wüstenstadt Turkun als Assassinin durch. Während sie zwischen Klingenstichen und Schattengeschäften darum ringt, den letzten Funken ihrer Selbst zu bewahren, zieht eine Einheit der Wüstenkrieger auf dem Weg an die Nordfront durch Turkun.
Unter ihnen ist auch Ahndour, der trotz seiner Blindheit bereits so viel Tod und Leid gesehen hat, dass es für zehn Leben reicht. Als er Noára unfreiwillig vor der Hinrichtung bewahrt, ist beiden sofort klar: sie können sich nicht ausstehen. Doch wie es das Gesetz ihres Volkes bestimmt, darf sie Ahndour erst verlassen, wenn sie ihm im Gegenzug ebenfalls das Leben rettet - und so muss sie wohl oder übel die Krieger begleiten.
Aber wie sich herausstellt, haben beide insgeheim ein ganz anderes Ziel als die Front: Frieden. Leben. Ihr Schicksal neu schreiben. Und so wandern eine gefallene Göttin und ein gebrochener Krieger mit einer skurrilen Gruppe aus Ausreißern, Verzweifelten und Flammenspuckern in die Wüste - auf einen tödlichen Weg mit noch tödlicherem Ziel, nämlich das Reich des Schicksalsgottes.
Während Noára und Ahndour beschäftigt sind mit Schattenwesen, dem Versuch, nicht zu sterben und Herzen, die sich absolut nicht an ihren Plan halten, offenbart sich, dass die größte Gefahr nicht die Wüste ist. Denn wer durch diese Wüste wandert, der weiß, dass nicht jedes Bild echt ist - und Illusionen erst verschwinden, wenn es bereits zu spät ist.
»Du allein entscheidest, wer du bist. Und du bist mehr als das, was sie in dir sehen.«