ArturZander
Schatten Protokoll
Roman von Artur Zander
„Ich war neun Jahre alt, als ich verschwand. Nicht physisch." „Aber etwas in mir ging weg - und kam nie zurück."
Hongkong im Jahr 1967.
Kämpfe auf der Straße. Detonationen. Sirenen der Polizei in der Nacht. Christian Browny, Sohn einer chinesischen Arbeiterin und eines abwesenden Vaters, lebt zwischen flackernden Neonlichtern, dampfenden Garküchen und schmalen Blechgassen. Er gehört nicht wirklich irgendwohin - weder zur Sprache, noch zur Stadt, noch zu sich selbst.
Das, was in der Kindheit anfängt, wird nach und nach durchtrennt.
Von brutalem Handeln, das niemand erblicken möchte.
Von Männern, die seine Stärke auf die Probe stellen.
Durchdringenden Blicken, als wäre er mehr als nur ein Kind.
Oder weniger.
Chris ist jedoch kein Opfer.
Er beobachtet. Er lernt. Passt sich an.
Je mehr die Welt ihn anzieht, desto stiller und gefährlicher wird er.
Das, was in den Gassen seinen Anfang nimmt - erste Schläge, erste Entscheidungen, erste Verluste - entfaltet sich: zu einer Reise ins Ungewisse, durch Bereiche, in denen nichts mehr gewiss ist. Unabhängig vom Alter. Ohne Namen. Kein Morgenlicht.
Mit zunehmendem Alter wird Chris klarer, dass es unausgesprochene Regeln gibt.
Und Menschen, die ihm Fragen stellen, auf die er keine Antworten kennt.
Wer schaut ihn an? Wer hat das Sagen? Wer war sein Vater wirklich?
Er weiß es nicht. Noch nicht.
Aber etwas ist in Bewegung.
Etwas, das bereits lange vor seinem Beginn angefangen hat.
„Einige Menschen stammen aus der Dunkelheit." Andere dringen in sie ein. „Dort zu bleiben, habe ich mir angeeignet."
SCHATTEN-PROTOKOLL
Ein Roman, der Eindruck hinterlässt - weil er den Blick auf das richtet, was andere ignorieren.