Zeilenfunke
»Sag mir, wie soll ich Frieden finden, wenn ich selbst der Krieg bin?«
Der Krieg will nur in Frieden weilen,
der Tod will leben, Schmerz will heilen
- das Schicksal will, dass sie alle schweigen.
Noára war die Göttin des Krieges - jetzt ringt sie als Assassinin in der Wüstenstadt Turkun um jeden Sonnenaufgang, verstoßen vom Pantheon und gejagt von der Welt. Während sie darum kämpft, den letzten Funken ihrer Selbst zu bewahren, erhält sie einen scheinbar einfachen Auftrag: einen blinden Wüstenkrieger töten, der auf dem Weg zur Nordfront durch Turkun zieht.
Aber sie scheitert und besagter Krieger, Ahndour, rettet ihr zu allem Überfluss auch noch das Leben, sodass sie ihm laut dem Kodex ihres Volkes nun dasselbe schuldet - sie muss ihn begleiten, bis diese Schuld beglichen ist.
Wie sich herausstellt, haben beide jedoch insgeheim ganz andere Ziele als die Front: Frieden. Leben. Ihr Schicksal neu schreiben. Also ziehen sie mit einer skurrilen Gruppe aus Ausreißern, Verzweifelten und Feuerspeiern allein in die Wüste, auf einem tödlichen Weg mit noch tödlicherem Ziel: das Reich des allmächtigen Schicksalsgottes.
Die beiden sind so beschäftigt mit Überleben, Fata Morganas aus Luftflimmern und Verrat und ihren Herzen, die sich absolut nicht an den Plan halten, dass sie das größte Problem übersehen: wie schreibt man sein Schicksal neu, wenn der mächtigste aller Götter da ganz andere Pläne hat?