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Jubmienaimo (Saivoaimo 2) - Sphäre der Mächtigen | Nordic Romantasy by PhoebeDAnderson
PhoebeDAnderson
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    Parts 18
„Ich gehe eine lange, vereiste Straße entlang. Irgendwo im Nirgendwo. Irgendwann komme ich an einen See. Er ist zugefroren und weit und breit ist niemand zu sehen. Am Ufer sitzt ein einzelner Schwan. Blut weist mir den Weg. Zuerst ist es nur ein einzelner Tropfen auf dem Eis, irgendwo vor meinen Füßen. Dann werden es mehr. Viel mehr. Eine Pfütze, ein Rinnsal... Schließlich entsteht ein reißender Fluss. Er rauscht an mir vorbei und färbt alles rot. Das Eis, den See, das Schilf am Ufer. Auch die Federn des Schwans verfärben sich am Bauch und überall, wo der Strom ihn berührt, blutrot, bis er irgendwann aufsteht und mit dem reißenden Blut wegschwimmt. Dabei sieht er mich immer ganz vorwurfsvoll an. Als wäre das alles meine Schuld." Ihrer Erinnerungen beraubt und von grausigen Visionen gequält, sucht Vilja verzweifelt nach Antworten. Als ihr bewusst wird, dass nur wenig Zeit bleibt, um Arkin zu retten, muss sie einen Weg finden, ohne seine Hilfe nach Saivoaimo zurückzukehren.
Saivoaimo  - Sphäre der Seelenwächter | Nordic Romantasy by PhoebeDAnderson
PhoebeDAnderson
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    Parts 20
Wie hypnotisiert starrte sie in das weiße, trügerische Nichts. Es sah so weich aus. So willkommen heißend... Wie würde es sich anfühlen, wenn sie sich hineinfallen ließe? In den Nebel? 'Er würde mich ebenfalls im Stich lassen. Mich fallen lassen... Er würde mich mitleidlos in den Tod stürzen lassen.' Was würde dann geschehen? Erschrocken sog Vilja die eisige Luft ein. Um ein Haar hätte sie auf der obersten Stufe den Halt verloren! Wann war sie so nah an den Abgrund herangetreten? Zitternd setzte sie sich auf die oberste Stufe und versuchte vergeblich einen klaren Gedanken zu fassen. Ein Hauch milder, samtiger Wärme, durchdrang die eisige Luft, überzog Viljas kalte Haut mit einem wohligen Prickeln und hüllte sie bald vollkommen ein, als wolle sie sie vor der bedrohlichen Kälte schützen. Was passierte hier gerade? Vilja erschrak. Jemand beobachtete sie! Im Licht der Straßenlaternen stand jemand und sah zu ihr hinauf. Vilja leidet unter wiederkehrenden, plötzlich auftretenden Gedächtnisverlusten. Als ihr die Kontrolle über ihr Leben entgültig zu entgleiten droht, tritt eine neue Bekanntschaft in ihr Leben, die Licht ins Dunkel ihrer Erinnerungen bringen könnte. Angezogen durch die gleichermaßen unwiderstehliche wie erschreckend vertraute Aura des jungen Mannes, sowie die Aussicht auf ein offenbar dunkles Geheimnis, das ihn umgibt, folgt Vilja ihm durch die Nacht, hinein in ein atemloses Abenteuer, das alles, was sie über ihr Leben zu wissen glaubt, auf den Kopf stellt.