victoria_1210
Manche Narben sieht man. Andere trägt man so tief in sich, dass selbst man selbst manchmal vergisst, dass sie da sind - bis irgendetwas sie wieder aufreißt.
Ich dachte, ich hätte meine hinter mir gelassen. 4.400 Kilometer, ein neues Zimmer, ein neues Leben - genug Abstand, um endlich durchatmen zu können.
Aber manche Dinge lassen sich nicht mit Kilometern messen. Manche Dinge folgen einem, ganz gleich, wie weit man läuft.
Du dachtest, deine Narben wären längst verheilt. Versteckt hinter schnellen Autos, mühelosen Lächeln, einem Leben, das aussah, als könnte ihm nichts etwas anhaben.
Wir beide irrten uns.
Denn manche Dinge warten einfach. Geduldig. Bis der Moment kommt, in dem sie nicht mehr zu ignorieren sind.
Wir wussten noch nicht, dass dieser Moment für uns beide derselbe sein würde.
Wir wussten noch nicht, dass ausgerechnet du derjenige sein würdest, der die Risse zuerst sehen würde.
• TRIGGERWARNUNG: Es kommen Szenen, welche Gewalt, sexuelle Handlungen und sensible Themen beschreiben, vor!
Da dies mein erstes Buch ist und ich es noch schreibe, kann es noch zu Änderungen kommen.