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Er war sehr weise, aber dennoch sehr jung. Seine hellblauen Augen fielen durch seine dunklen Augenringe immer mehr auf. Schon seit 2 Monaten war er nicht beim Friseur. Sein blondes Haar kam ihn schon fast bis zu den Schultern. Er hasste schon immer lange Haare bei einem Jungen aber er hatte keine andere Wahl, denn in der Anstalt, wo er gerade war, durften keine scharfen Sachen in die Nähe der Patienten. "Für Schutz.", sagte sie. Immer als er nach einer Schere fragte, bekam er die selbe Antwort. Er glaubte den angeblichen Ärzten nie. Er wusste schon immer, dass es nie um die Patienten ging. Es ging immer darum, die "ach so gute" Anstalt mit Geld zu füllen. Wenn ein Geisteskranker sich selbst mit einer Schere umbringt, käme es in die Nachrichten und keiner würde hier irgendwelche Patienten hinschicken.
Aber hier war es wie im 2. Weltkrieg. Wie die Werbungen für die KZ: Von außen wunderschön aber bist du einmal drin, gibt es kein Entkommen. Der einzige Unterschied war, das hier niemand starb. Wenigstens nicht körperlich.