petersiegfriedkrug
Der Mensch, der sterblich ist, erschrickt vor seiner eigenen Tiefe und flieht vor diesem inneren Dunkel, indem er sich eine Außenwelt aus glanzvollen Bildern, eitler Prominenz und steinernem Marmor baut, um die unerbittliche Tatsache der eigenen Endlichkeit im grellen Licht des Rampenlichts zu verdrängen, doch dieser mühsam inszenierte Ruhm erweist sich letztlich nur als ein hauchdünnes Blatt und als ein trügerischer Wasserspiegel, der zwar den Traum von Unsterblichkeit kurzzeitig beseelt, aber niemals echten Schutz bietet, wenn still die Abendsonne des Lebens niederfällt und die vergängliche Gestalt hinter der perfekt geschminkten Maske spüren muss, wie Körper, Zeit und Jahre den künstlichen Glanz unaufhaltsam verzehren, woraufhin die Welt sich sogleich neue Götter erschafft, wenn die alten Mythen in der Gräberstille der Geschichte ruhen, sodass heute ein medialer Star zum unkritisch verehrten Ersatz eines verlorenen Himmels wird, bis der plötzliche Schock eines solchen Medien-Todes die kollektive Illusion zerschlägt und zeigt, dass mit dem Vergehen der Mächtigen auch das im Scheinwerferlicht badende Volk im eigenen Licht verblasst, weshalb Arthur Schopenhauer leise und mit dem ernsten Blick eines Rabenauges die Bühne betritt, um uns daran zu erinnern, dass die Sucht nach Ruhm wie das Trinken von Salzwasser wirkt, da jeder Schluck die Gier nur weiter anfacht, während er den ersehnten Nachruhm als bloße leere Luft und als ein hohles Echo entlarvt, das der Tote selbst im Grab nicht mehr hören kann, woraufhin Friedrich Nietzsche im nächtlichen Sturm dazu aufruft, jeden einzelnen Augenblick so radikal zu bejahen, als kehrte er in einer ewigen Wiederkunft unendlich oft zurück, was den Mut zu einem freien Sterben und zur selbstgewählten Stunde erfordert und den Ruhm zu einem bloß leisen Klang des sich selbst erzählenden Lebens degradiert, während aus noch fernerer Vergangenheit der stoische Lehrer Seneca herantritt, um uns zu mahnen, dass das men