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Band 2/3
Für Evelyn geht das Leben bei den Evans weiter wie bisher. Zumindest sollte es das. Doch Lucas verstummt an Stellen, an denen früher ein Kommentar gekommen wäre. Jay scheint seine eigenen Worte plötzlich zweimal zu überdenken und Finn bemüht sich auffällig darum, dass alles ganz normal bleibt.
Und Normalität ist ohnehin kompliziert genug.
Denn während Evelyn noch versucht herauszufinden, was mit ihren Brüdern nicht stimmt, wird ihre eigene Welt langsam größer. Aus Projektpartnern werden Freunde. Aus einem Hobby wird etwas, das andere sehen dürfen. Aus schweigendem Nebeneinandersitzen werden Gespräche. Und aus Menschen, die versprechen zu kommen, werden Menschen, die tatsächlich kommen.
Zum ersten Mal seit langer Zeit beginnt Evelyn wieder Dinge zu wollen.
Doch je mehr Platz sie in ihrem neuen Leben einnimmt, desto schwieriger wird es, unsichtbar zu bleiben. In Northbridge beobachtet jemand sehr genau, womit man sie treffen kann. Die Footballwelt ihrer Brüder gerät aus den Fugen. Und Erinnerungen an England holen eine Evelyn ein, die einmal ganz anders war als das stille Mädchen, das in New York angekommen ist.
Eine Evelyn, die schon einmal Freunde hatte. Eine Familie, die keine war. Und jemanden, den sie bis heute nicht retten konnte.
Band 2 erzählt davon, wie Evelyn langsam begreift, dass Familie nicht bedeutet, keine Angst mehr zu haben.
Vielleicht bedeutet es zunächst nur, jemanden anzurufen.
Zu widersprechen und zu bleiben.
Und irgendwann die Frage zuzulassen:
Was will ich eigentlich?