Calisto75
Manchmal entscheidet nicht der Körper darüber, wie weit du kommst. Sondern wer dich trotzdem spielen lässt.
Lino liebt Basketball. Er will trainieren, spielen, Teil seiner Mannschaft sein und vor allem eines: nicht ständig der Junge mit der Behinderung sein.
Ein Schlaganfall noch vor seiner Geburt hat Spuren hinterlassen. Lino lebt mit einer rechtsseitigen Hemiparese. Seine rechte Hand kann er nur eingeschränkt einsetzen, auch sein rechtes Bein ist betroffen. Vieles, was anderen Kindern leichtfällt, muss er sich hart erarbeiten oder auf seine eigene Weise lösen.
Doch die sichtbare Behinderung ist längst nicht immer das, was Lino im Alltag am meisten im Weg steht.
Zwischen Basketballtraining, Schule, Pferden und dem ganz normalen Familienchaos versuchen seine Eltern Maike und Tobias immer wieder herauszufinden, wann Lino Unterstützung braucht und wann sie ihn einfach machen lassen müssen. Und seine Schwester Ella? Die liebt ihn, streitet mit ihm, verteidigt ihn und könnte ihn manchmal trotzdem an die Wand klatschen. Eben ganz große Schwester.
Dann begegnet Lino Fernando.
Einem Trainer, der ihn wirklich sieht. Der ihn weder schont noch unterschätzt und der versteht, dass Gleichbehandlung nicht bedeutet, jedes Kind gleich zu behandeln. Denn echte Teilhabe entsteht nicht dadurch, dass für alle dieselben Regeln gelten, sondern dadurch, dass jedes Kind die Chance bekommt, wirklich mitzumachen.
Doch Fernando verändert nicht nur für Lino etwas.
Auch Ella merkt ziemlich schnell, dass der neue Trainer ihres Bruders sie mehr beschäftigt, als ihr lieb ist. Zwischen Basketballhalle, Familienchaos und immer mehr gemeinsamen Momenten entwickelt sich langsam etwas zwischen ihnen, mit dem keiner von beiden gerechnet hat.
Eine Geschichte über Familie und eine neue Liebe, über Basketball und Barrieren, über Geschwister, Zusammenhalt und darüber, was Inklusion eigentlich wirklich bedeutet.
Denn manchmal braucht es nur jemanden, der einen Menschen wirklich sieht.