Flex - Buch 1: Identitätsverlust

Flex - Buch 1: Identitätsverlust

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WpMetadataNoticeLast published Wed, Jun 14, 2017
Normalerweise wird ein Mensch nach etwa zwei Minuten ohne Sauerstoff ohnmächtig. Alles fängt damit an, dass nach 20 Sekunden die elektrischen Impulse im Gehirn ausgesetzt werden. Darauf folgt die Bewusstlosigkeit. Nach zwei bis drei Minuten werden die ersten Zellen beschädigt. Nach fünf Minuten ist das Gehirn so kaputt, dass der Mensch nur noch im Wachkoma leben kann. Nach zehn Minuten ist er klinisch tot. Ich liege seit etwa 240 Sekunden unter diesen Trümmern. Seit etwa 138 Sekunden habe ich es nicht mehr geschafft, die Muskulatur, die zum Atmen benötigt wird, zu bewegen. Ein Mensch kann den Verlust von 30% seines Blutvolumens kompensieren. Ab etwa 40% braucht er eine Transfusion. Mir fehlen bis jetzt nur 22%, wobei dieser Wert mit jeder Sekunde, die vergeht steigt. Zum Glück bin ich kein Mensch. Zumindest vermute ich das. Oder haben Menschen neuerdings Kabel in ihrem Körper und an Stelle von Hornhaut Glas? Wenn ich aber kein Mensch bin, was bin ich dann? _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ Flex lebt alleine und ohne Erinnerungen an ihre Vergangenheit auf einem lebensfeindlichen Planeten. Der herrschende Bürgerkrieg macht ihr die Suche nach ihrer Vergangenheit zusätzlich schwer. Zu spät erkennt sie, dass nicht zählt, wer wir waren, sondern wer wir sind.
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gedächtnisverlust
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Was ist, wenn ich nicht einmal genau weiß, was das hier überhaupt ist, was ich hier schreibe? Was ist, wenn das alles nur Gedankenströme sind, entstanden aus Flut und Ebbe, wirr und ziellos? Ich kann es nicht definieren, was ich schreibe. Aber muss ich das? Denn vielleicht gibt es Dinge, die man einfach nicht benennen kann, ihnen keinen Namen geben kann, sie nicht genau definieren oder erklären kann. Vielleicht gibt es Dinge im Leben, die gerade deshalb so perfekt sind, weil man sie gar nicht erst definiert. Vielleicht gibt es so vieles im Leben, was wir nie verstanden haben, nicht verstehen und niemals werden verstehen können. Aber vielleicht muss das einfach so sein. Denn dann ist es perfekt. Auf eine unbegreifliche, wundervolle Art und Weise perfekt. Perfekt und undefinierbar. Was hier also zu finden ist? Gedankenströme, unendlich und unkontrollierbar, stattfindend in den stürmischsten Gegenden meines Herzens, meiner Seele, tief in meinem Inneren. Aber das ist wohl auch nur so eine Sache, die sich nicht genau definieren lässt. Wie so vieles in diesem Leben, das wir leben. - Zwei Stimmen, im unaufhörlichen Kampf, doch voll gemeinsamer Kraft - Cover by: @halcyon_bird, thanks a lot <3 - Goldene Feder beim Tintenfeder Award für das Genre Poesie

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