Nah am Abgrund ...

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WpMetadataNoticeLast published Sun, Feb 2, 2014
Hier stehe ich nun... Meine Fußsohlen spürten die harten Steine ... Ich fühlte den Wind, der in mir Gänsehaut verbreitete... Dabei zitterte ich ,obwohl mir nicht kalt war... In dem Moment fühlte ich mich leer... Viele hassen dieses Gefühl... Aber mir gefällt's ... Ich schaute nach oben ... Die grauen Wolken bedeckten den Himmel... Ich atmete tief ein und aus... Jetzt schaute ich nach unten ... Der See kam mir vor ,als wäre er mindestens 300 Meter entfernt... Ein Stein, der eben noch vor meinen Füßen stand ,fiel herunter und der See verschluckte es ... Es dauerte aber trotzdem sehr lange ,bis er da unten an kam... Ich sah alles wie sich in Zeitlupe bewegte... dennoch fühlte ich mich blind... Ich konnte den Wind hören... trotzdem kam es mir vor, als wäre ich taub... Es fühlte sich an als wäre ich versteinert... Ich stand dort... und niemand war da ,der mir den Weg zurück ins Leben zeigte... Niemand... Der Wind fährt sanft durch meine Haare und schiebt mich immer näher... Ich brauchte jemanden der mich zurück zieht ,in die Arme nimmt und all' dem Schmerz und Probleme von mir nimmt... aber niemand war da... Ich war allein... ich war gefühlskalt... ich war müde.. ich war leer... ich war unerwünscht... ich war ... nah am Abgrund...
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#47
abgrund
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Mit vier Jahren ließ mich meine Mutter einfach zurück. Ich weiß noch, wie ich an der Tür stand und sie nie wieder gesehen habe. Seitdem war es nur noch mein Vater und ich - und meine kleine Schwester. Mein Vater hat mir beigebracht, was Angst ist. Er schlug mich, wenn er betrunken war, und oft auch, wenn er einfach nur einen Grund suchte. Ich wusste nie, wann er wieder ausrasten würde. Und meine Schwester -sie war noch zu klein, um sich zu wehren, also musste ich alles ertragen, um sie zu schützen Ich hatte nie Zeit, ein Kind zu sein. Die Schule war das kleinste Übel. Nach der Schule ging ich arbeiten - im Blumenladen am Tag und im Strip Club nachts. Beide Jobs saugten mich aus, aber ich konnte nicht aufhören. Wir mussten essen, wir mussten überleben. Freunde? Hatte ich nie. Und Liebe? Die gab es nur in Träumen, die ich nicht hatte. Ich wollte nie in einer Welt leben, die nur aus Schlägen und der Dunkelheit eines Clubs bestand. Aber es gab keine Wahl. Es gab nie eine Wahl. Ich kämpfte für meine Schwester, weil sie das einzige war, was noch zählte. Alles andere war egal. Bis er kam... Bilder sind von Pinterest:)

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