Dying Inside

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WpMetadataNoticeLast published Fri, May 19, 2017
Er war sehr weise, aber dennoch sehr jung. Seine hellblauen Augen fielen durch seine dunklen Augenringe immer mehr auf. Schon seit 2 Monaten war er nicht beim Friseur. Sein blondes Haar kam ihn schon fast bis zu den Schultern. Er hasste schon immer lange Haare bei einem Jungen aber er hatte keine andere Wahl, denn in der Anstalt, wo er gerade war, durften keine scharfen Sachen in die Nähe der Patienten. "Für Schutz.", sagte sie. Immer als er nach einer Schere fragte, bekam er die selbe Antwort. Er glaubte den angeblichen Ärzten nie. Er wusste schon immer, dass es nie um die Patienten ging. Es ging immer darum, die "ach so gute" Anstalt mit Geld zu füllen. Wenn ein Geisteskranker sich selbst mit einer Schere umbringt, käme es in die Nachrichten und keiner würde hier irgendwelche Patienten hinschicken. Aber hier war es wie im 2. Weltkrieg. Wie die Werbungen für die KZ: Von außen wunderschön aber bist du einmal drin, gibt es kein Entkommen. Der einzige Unterschied war, das hier niemand starb. Wenigstens nicht körperlich.
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Aber der Anblick, der sich ihm gerade bot machte es ihm schwer, sich auf etwas Anderes zu konzentrieren. Der Anblick, der sich ihm schnürte ihm die Kehle zu. Er dachte an dem anderen Raum vor wenigen Minuten zurück, hörte die Stimme seines Gegenübers, das mit ihm gesprochen hatte, den ausdruckslosen Blick aus diesen starren, milchigen Augen auf ihn gerichtet. ' Du bist zu spät.' Und jetzt war er hier, und vor ihm lagen seine Geschwister. Er konnte die Hitze spüren, die sich im Raum bildete. Er konnte die Asche riechen, die die Luft um ihn herum verschmutzte, und ihm zum Husten brachte. Am Rande sah er die Ruinen um sich herum die einmal Häuser gewesen waren. Und fast mittendrin, nur wenige Meter von ihm entfernt waren seine Geschwister. Es sah fast so aus wie damals. Der Kloß im wuchs, dehnte sich aus. Nahm ihm die Luft zum Atmen. Der Unterschied war nur, dass seine Geschwister damals trotz Allem recht unbeschadet ausgesehen hatten . Dass die kaum Blut an sich gehabt hatten, während der Boden unter ihmen bei diesem Anblick von der dunkelroten, dicken Flüssigkeit bedeckt war. Vielleicht sollte ihn dieser Unterschied auf eine seltsame Art beruhigen, ihn daran erinnern, dass er das hier nicht sein konnte. Aber das tat es nicht. Im Gegenteil. Er wollte zu ihnen gehen. Er musste ohne helfen, auch wenn er sich tief in seinem Inneren sicher war, dass dies nicht mehr möglich war. Er musste zu ihnen, aber er konnte sich nicht bewegen. Doch der wirkliche Schock- der letzte Stoß- kam erst, als Five auf seine eigenen Hände hinunter blickte, an denen er ein warmes, klebriges Gefühl wahr nahm. Five freute sich der Magen um, und er japste nach Luft. Das konnte nicht sein. Niemals. Sein Sichtfeld verschwamm ein wenig, während er weiterhin nach Atem rang, seine linke Hand suchte Halt an der Wand und fand keinen. Er konnte seinen schweren Atem hören. Er konnte nicht atmen. Er konnte nicht atmen, nicht mit diesem Bild vor Augen. Denn seine Hände waren blutbeflec

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