So glückliche Tage

So glückliche Tage

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WpMetadataNoticeLast published Wed, Jun 14, 2017
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Fiction
Romance
Ich schlief unruhig in der Nacht und lag einige Stunden wach. Ich spürte dennoch keine Müdigkeit, als der Morgen gekommen war. Ich versuchte, die Uhrzeit abzulesen und erkannte, dass es bereits nach neun war. Ich wollte Isabella sanft wecken, aber zuerst den Vorhang einen Spalt breit öffnen, um ihre ersten Regungen in dem intimen Moment des Aufwachens sehen zu können. Ich schlich ans Fenster und zog an dem Stoff, der sich geräuschvoll bewegte. Ich stand noch mit dem Rücken zum Bett, da fragte mich Isabella: „Was siehst du?" Ich blickte mich nicht nach ihr um, sondern schaute durch das verdreckte Fenster. „Ich sehe eine Wand aus Backsteinen. Unten, auf dem kleinen Rechteck, das den Innenhof bildet, sehe ich einen Abfallcontainer, um den verstreut Küchenabfälle liegen. An dem Container lehnt ein kaputtes Dreirad und auf der anderen Seite..." Isabella unterbrach mich: „Du siehst nur das, was du direkt vor deiner Nase hast. Beginne noch einmal und diesmal mit dem Meer." >>>> Diese Geschichte ist der Liebe meines Lebens gewidmet. Bitte schreibt mir, was ihr davon haltet. Das hilft mir sehr dabei, meinen neuen Roman noch zu verbessern. Aus konstruktiver Kritik lernt man am meisten. Wenn Euch etwas gefällt, dürft ihr mir das aber natürlich auch gerne schreiben. Das ist nach meinem Debütroman "Niobe - Letzte Hoffnung für Terranova" (in Auszügen auf Wattpad) mein zweiter Versuch - diesmal in einem ganz anderen Genre. Bildlizenz für Illustration: fotolia_107312635 jakkapan
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#378
poesie
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Der erste Sonnenstrahl stahl sich durch das schmale Fenster, tastete sich langsam über das zerwühlte Bettlaken, bevor er ihre Wange berührte. Ein sanftes, goldenes Licht, das sie aus der Dämmerung ihrer Träume zog. Sie blinzelte, streckte sich unter der schweren Decke. Noch ein Tag. Noch ein weiteres Kapitel in einem Buch, dessen Handlung längst vorhersehbar war. Der Duft von altem Holz und abgestandenem Kaffee hing in der Luft, vermischt mit der fernen Melodie einer Stadt, die sich gerade erst aus ihrer nächtlichen Starre löste. Maschinen, Stimmen, Leben. Alles war in Bewegung - nur sie fühlte sich, als würde sie auf der Stelle treten. Ihr Blick glitt durch den kleinen Raum. Alles an seinem Platz. Die Bücher, fein säuberlich geordnet, als könnten sie eine Ordnung in ihr Inneres bringen. Jedes Stück sorgsam ausgewählt, jedes Objekt eine stumme Erinnerung an Kontrolle. Kontrolle, die sie brauchte, um nicht zu ertrinken. Doch selbst die makellose Oberfläche ihres Lebens konnte nicht verbergen, dass darunter etwas nagte. Etwas, das nach ihr griff, das in den stillen Momenten zwischen den Seiten ihres Alltags lauter schrie als alles andere. Ein Verlangen, unbestimmt, unfassbar - aber unaufhaltsam. Als sie den ersten Schluck Kaffee nahm, brannte er auf ihrer Zunge, doch sie genoss den Schmerz. Ein kurzer Moment, in dem sie sich spürte. Draußen erwachte die Stadt. Autos rollten über den Asphalt, Menschen eilten zur Arbeit. Jeder von ihnen trug seine eigene Geschichte in sich, eigene Sehnsüchte, eigene Narben. Und sie? Sie war nur eine Beobachterin am Rande des Spielfelds, gefangen zwischen Routine und dem tauben Echo einer Frage, die sich in ihr brannte: Wann wird sich endlich etwas ändern?

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