Geheimnis. So ein kleines Wort und doch hat es eine so große und gefährliche Bedeutung für die Menschen.
Es kann Trauer bringen, Wut, Schmerz oder den Tod.
Tessa würde alles tun, um das Geheimnis zu bewahren, weshalb ihre Eltern gestorben sind. Sie schwor, dass sie es mit ihrem eigenen Leben beschützen würde und konnte sich anfangs auch auf die Hilfe einiger Freunde verlassen.
Acht Jahre lang bewahrte sie dieses Geheimnis und nahm viele Schicksalsschläge auf sich.
Und dann, dann kam Jace Waynes, der es sich zur Aufgabe gemacht hat alles zu zerstören. Sie und alles was sie liebt und beschützt.
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„Du wirst mir nicht entkommen...", flüsterte er in mein Ohr, während er hinter mir stand und meine Arme festhielt. Ich konnte spüren, wie sich auf meinem ganzem Körper eine Gänsehaut bildete, als sein Atem auf meine Haut traf.
„Lass mich los", sagte ich mit fester Stimme und versuchte vergeblich mich aus seinem festen Griff zu befreien. Er fing an zu lachen und drehte mich zu sich um, sodass ich ihn nun direkt anschauen musste.
„Nein.", antwortete er und schaute mir dabei in die Augen.
„Was willst du von mir?", fragte ich ihn und hielt seinem Blick stand. Ein fieses Grinsen zierte seinen Mund und er drückte mich plötzlich an sich, woraufhin ich spürte, wie seine Lippen leicht meine Wange streiften, bis hin zu meinem Ohr.
„Abwarten, Tess. Bald wirst du es erfahren, Geheimnisse werden nämlich nicht immer verborgen bleiben, richtig?", ich konnte sein Grinsen auf meiner Haut spüren, wohingegen ich geschockt war.
Er kann es nicht wissen, er darf es nicht wissen!
Hayden und Tian gehen schon seit Jahren auf dieselbe Schule.
Richtig gesprochen haben sie aber nie.
Hayden fand Tian schon immer interessant. Ihm das zu sagen?
Daran ist nicht zu denken.
Aber dann werden auf einmal alle von Tians Geheimnissen offen gelegt und das schlimmste ist, Tian hält Hayden für den Schuldigen.
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Wie Dolche durchstießen mich seine Augen.
Abermals wollte mein Körper fliehen.
Ich wäre beklommen zurückgestolpert, doch seine Hand hielt mich davon ab.
Wie ein Pfeil schoss sie nach vorne und packte mich am Hals. Grob spreizte er seine Finger um meine Kehle und zog mich noch näher an sich.
"Oder willst du vielleicht, dass ich dich berühre?" Ich riss die Augen auf. Mein Atem stockte, doch mein Herz begann in meiner Brust zu stolpern.
Was hatte er vor? Wollte er mich demütigen oder eine gewisse Macht beweisen?
Aber war es das? Hatte er Macht über mich?
Ich schluckte, spürte wie sich mein Kehlkopf gegen seine Finger schmiegte.
Er fixierte mich.
Ich versuchte ruhig zu bleiben und ignorierte das seltsame Gefühl, das von meinem Bauchnabel ausging und bis in meine Lendengegend hinabzog.
"Wenn du mich so dringend küssen willst", hauchte ich in sein Gesicht, "wieso fragst du
nicht einfach?"