Try to survive

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WpMetadataNoticeLast published Tue, Apr 21, 2015
Ich kam mit zurrecht, vergaß alles mit der Zeit, verdrängte es wohl eher. Fand neue Freunde, obwohl die nächste dunkle Nacht bereits über mir hang. Dann kam es so weit, wie ich nie gedacht hätte. Er meldete sich wieder. Einmal. Zweimal. Immer öfter. Zwischendurch ein Treffen, ich dachte so könnte ich jetzt endlich endgültig damit abschließen. Aber er sucht die Nähe. Zu mir. ich war nurnoch verwirrt. Es war alles surreal und unrealistisch, wie eine Seifenblase, zerbrechlich, kurz vor dem zerplatzen. Aber es zerplatzte nicht. Noch nicht. wie ich da noch nicht wusste. Es wurde vertrauter, das Missfallen verschwand, viel zu schnell, er war viel zu nett. Leider. In mir kam neue Hoffnung hoch. vielleicht war doch noch nicht alles verloren? Doch mit der neuen Hiffnung kamen die alten, verdrängten, Erinnerungen wieder hoch. Dazu der erste Versuch, der zweite und dann die bittere Enttäuschung. Es fing klein an, undschuldig und niedlich. Die krasse Veränderung hinterlies ihre Spuren. Der 'Spaß' an einem Abend wurde zur puren Verzweiflung. Für mich war es mehr als ich mir eingestehen wollte. Viel mehr. Ich leugnete es vor den anderen. Ich quälte mich lange damit herum bis ich zu etwas kam was mir half. Es war keine Lösung, aber ein Ausweg um mich abzulenken. Schmerz lenkt von Schmerz ab. Der seelische Schmerz wurde durch den körperlichen ersetzt. Es war eine Erlösung von dem Ganzen. Es hat mich lange begleitet. Nicht stark, aber länger als mir lieb war und nur dann wenn es anders nicht auszuhalten war. Es wurde besser, der zweite Abend kam. Diesmal war es mehr als vorher, intensiver, aber es hat mich nicht so sehr geprägt. Ich wurde dadurch nur wieder vom Alten eingeholt....
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Was bleibt, wenn der Mensch, der einen gehalten hat, plötzlich nicht mehr da ist? J. schreibt. Weil Reden zu schwer ist. Weil Worte im Kopf kreisen, aber selten den Weg nach draußen finden. Weil es Orte gibt, an denen Schmerz leiser ist, wenn man ihn auf Papier bannen kann. Seit dem Tag, an dem alles auseinandergebrochen ist, versucht J., die Reste zusammenzuhalten: von einem Alltag, der nie einfach war, und von einem Gefühl, das einst wie Sicherheit war - und jetzt wie Leere brennt. Die Welt um J. ist zu laut, zu grell, zu unbeständig. Routinen geben Halt, aber sie zerfallen. Reize prasseln ein. Begegnungen überfordern. Und tief drinnen arbeitet ein Schmerz, der sich nicht erklären lässt. Nur fühlen. Denn der Mensch, der einst sagte: „Ich mag, wie du bist." - ist fort. Ohne Ankündigung. Ohne Erklärung. Und mit diesem Weggang fällt auch J.s inneres Gleichgewicht in sich zusammen. Zwischen funktionierendem Außen und stillem Zusammenbruch entstehen Einträge, die tiefer blicken lassen als jedes Gespräch. Über Momente, in denen selbst Atmen schwerfällt. Über Nächte, die nur auszuhalten sind, wenn die Gedanken sortiert werden - in Zeilen, in Mustern, in Wiederholungen. Und über die stille Hoffnung, dass es irgendwo jemanden gibt, der nicht fragt, sondern bleibt. Als dann jemand Neues auftaucht, leise, vorsichtig, ohne zu drängen - verändert sich etwas. Nicht plötzlich. Nicht mit einem Knall. Sondern mit einem Blick, der nicht zu viel will. Einer Berührung, die nicht schreckt. Einem „Hallo", das kein Verlangen, sondern Respekt bedeutet. Und so beginnt eine neue Geschichte - mitten im Chaos. Zart. Unerwartet. Ehrlich. Ein leiser, erschütternd ehrlicher Roman über das Alleinsein, das Überleben im täglichen Lärm, über unsichtbare Zusammenbrüche - und über das kleine Wunder, das geschieht, wenn ein Mensch nicht versucht, zu reparieren, sondern einfach da ist

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