Savior
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WpMetadataNoticeLast published Thu, Jan 4, 2018
Die meisten von euch werden ein schönes, ruhiges Leben haben. Zur Schule gehen, Freunde haben, Hobbys ausüben, zu Hause mit Papa, Mama und Geschwistern leben. Euer einziges Problem werden die Hausaufgaben oder ab und zu Streit mit den besten Freunden sein. Ich gehe nicht zur Schule, seit Monaten nicht mehr, dabei bin ich noch ein paar Jahre Schulpflichtig. Ich habe meine Freunde zurück gelassen, ohne zu sagen, wohin ich gehe, weil es meine einzige Chance war, weiter zu leben. Ich hatte lange keine Hobbys mehr, sie wurden mir regelrecht verboten. Meine Eltern sind seit Jahren getrennt, Geschwister habe ich keine. Zumindest keine, die ich besonders gut kenne. Ich bin alleine. Ich wohne mit fünfzig anderen Menschen in einem einzigen Haus, aber ich bin alleine. Okay, nicht ganz. Völlig alleine werde ich nie wieder sein. Vielleicht hätte sich alles anders lösen können, vielleicht hätte es nie soweit kommen müssen. Aber im Nachhinein beurteilt man Situationen ganz anders, als wenn man mitten drin steckt. In den wenigen Monaten, die vergangen sind, bin ich erwachsener geworden, als in den 17 Jahren davor. Vielleicht würden mich meine Freunde, meine Mama und all die Lehrer nicht mehr wieder erkennen. Aber all das spielt keine Rolle, weil ich nie wieder zurück nach Hause gehen werde, weil ich es nie wieder kann. Aber seht selbst, was eine einzige Person, ein paar Fotos und ein einziger Wunsch, mit einem kleinen Mädchen, wie mir, anstellen können.
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Vier Wohngruppen in sechs Monaten. Eine Akte voller Diagnosen, Vermerke und Warnungen. Und ein Mädchen, das lieber provoziert, bevor es wieder verletzt wird. Tabea hat gelernt, dass niemand bleibt. Also testet sie. Beobachtet. Greift an, bevor es wehtut. Denn wer nicht bleibt, hat auch nie dazugehört. Jetzt landet sie auf der Holsteinranch, ein Ort weit weg von allem, was sie kennt. Kein klassisches Heim. Kein enger Gruppenalltag. Sondern Menschen, die nicht spielen. Tiere, die nichts erwarten. Und eine Reitlehrerin, die mehr sieht, als Tabea zeigen will. Was passiert, wenn jemand nicht zurückschlägt, sondern einfach stehen bleibt? Wenn Grenzen nicht nur kontrollieren, sondern schützen? Tabea will keine Hilfe. Keine Nähe. Keine leeren Versprechen. Aber vielleicht, ganz vielleicht - ist da eine Chance, die leiser beginnt als alle anderen davor. Ein Roman über Wut, Bindung und das Bedürfnis, gesehen zu werden. Über das, was hinter lautem Verhalten steckt. Und über die eine Chance, die niemand sah, nicht mal sie selbst.

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