Sie lernte erst das Atmen, als sie auf einem Planeten ohne Atmosphäre strandete.
Er lernte erst das Laufen, als er unter den gigantischen Wassermassen des Ozeans begraben wurde.
Sie schwebte hoch oben über dem Himmel und träumte größer, flog weiter als je zuvor, ohne die Absicht, je zurückkehren zu wollen.
Er verankerte sich in den Boden und grub sich ein, schwamm tiefer und tiefer, ohne die Absicht, je wieder auftauchen zu wollen.
Nora und Lucéan waren Gegensätze, die sich nicht aufheben konnten. Doch es herrschte eine so große Anziehung zwischen den beiden, dass sie wie Galaxien aufeinander zu rasten. Es war die Gravitation, die beide auseinander riss, und es war dieselbe Gravitation, die sie wieder zusammen fügte.
Denn unausgesprochene Gedanken wiegen schwerer als gebrochene Herzen, vor allem, wenn sie lange Zeit in einer fremden Welt reiften. Egal wie viele Personen versuchten, diese beiden Magnete auseinander zu ziehen. Unabhängig davon, wie stark die Strömung des Lebens diese beiden zu groß gewordenen Kinder mit sich riss.
Letztendlich hält uns nur die Gravitation zusammen.
Es ist eine Geschichte über vermeintliche Ausweglosigkeit, über Abweisung, über Verblendung, über unsere Träume und über unsere Fehler, unsere Sturheit, unseren Stolz, und, allen voran, unsere Verletzlichkeit, unsere Vergänglichkeit und unser Glück.
~ You're so down on Earth and I'm up in the stars, so show me the sea and I'll take you to Mars. ~
#Lebensprojekt
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