Stand by me

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WpMetadataNoticeLast published Sat, Feb 10, 2018
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Fiction
Romance
Ich stand vor meinem Fenster, besser gesagt, vor der Schiebetür meines Balkons. Die Aussicht hielt sich in Grenzen, denn direkt vor meinem Balkon war der Balkon unseres Nachbarn. Ich würde schätzen knapp anderthalb Meter trennten uns. Ich konnte durch die Scheibe unseres Nachbarn sehen, da die Vorhänge ein Stück aufgeschoben waren. Viel konnte ich nicht erkennen, aber ich sah ein großes weißes Bett. Auf dem Bett saß jemand, aber ich konnte nicht identifizieren, ob es ein Junge oder ein Mädchen war. Die Person stand auf und blickte zu mir herüber. Ich erschrak und drehte mich blitzschnell zur Seite.
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#592
boyfriend
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Meine Gedanken schienen immer noch auf Abwegen zu sein, denn nur so konnte ich mir meine nächsten Worte erklären. «Ich möchte dich gerne küssen.» Sein Kopf ruckte hoch und seine attraktiven Gesichtszüge verschwommen ein wenig, was wirklich eine Schande war. Ich blinzelte angestrengt, um seine Augen richtig sehen zu können. Einem Augenblick starrten wir einander schweigend an. Sein Blick wanderte schließlich zu meinen Lippen, die sich automatisch ein wenig öffneten. Ich nahm einen tiefen Atemzug und meine Brust hob und senkte sich sichtbar. Seine Augen wanderten weiter, angeregt durch die Bewegung. Ein Prickeln durchfuhr mich und sammelte sich direkt in meinem Unterleib. Ich wüsste, unter normalen Umständen, hätte ich den Blick abgewandt und wäre schrecklich errötet. Doch so genoss ich einfach seine Musterung, die mir durch und durch ging. Nathan wandte sich ab, als hätte er sich an mir verbannt. Er blickte aus der Windschutzscheibe, doch ich starrte unverwandt sein Profil an, wie um es mir genau einzuprägen. Die dichten, dunklen Augenbrauen. Der kleine Hubbel auf der sonst geraden Nase. Die Unterlippe, die ein kleines bisschen voller war als die Oberlippe. Dort blieb ich hängen. «Ich würde dich auch gerne küssen», gestand er. «Warum sitzen wir dann noch hier herum?», fragte ich, ein wenig atemlos und immer noch unfähig, mich zu rühren. Er lachte leise, was eine seltsam euphorisierende Wirkung auf mich hatte. Ich war mir sicher, das war das attraktivste, was Nathan je getan hatte. «Nicht so.» Erster Anfang: 2015

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