Thoughts

Thoughts

  • WpView
    Reads 104
  • WpVote
    Votes 7
  • WpPart
    Parts 5
WpMetadataReadOngoing
WpMetadataNoticeLast published Fri, Oct 4, 2019
WpInfo
Non-Fiction
Das ist keine zusammenhängende Geschichte, sondern mehr Gedanken, mal als Glosse, mal als Essay, mal als Poetry Slam oder auch nur Denkanstöße - eben wie ich gerade möchte. Ein Stück aus "Perfekt?": Morgens. 6 Uhr, ich geh total verschlafen ins Bad, wasch mir mein Gesicht und wage einen vorsichtigen Blick in den Spiegel. Ich sehe ein Mädchen mit Schatten unter den Augen, kleinen Pickeln auf der Stirn und kurzen Wimpern. Meine Lippen sind auch nicht Kylie Jenner like. Ich schau an mir runter. Habe ich in letzter Zeit zugenommen? Ich sollte dringend mehr Sport machen, dann bin ich vielleicht auch irgendwann so schön durchtrainiert wie alle auf Insta. Naja, für heute muss Make up reichen. Und schon fang ich an mir meine tägliche Kriegsbemalung auf zu malen. Doch für wen mach ich das? Wieso mach ich das? Wieso machen das so viele Menschen? Machen wir das alles wirklich nur noch für uns? Schminken wir uns nur für uns? Machen wir Sport, nur für uns? Kaufen wir uns angesagte Klamotten nur für uns? Oder weil wir ein Teil der "perfekten Gesellschaft" sein wollen? Oder müssen?
All Rights Reserved
#21
ernst
WpChevronRight
Join the largest storytelling communityGet personalized story recommendations, save your favourites to your library, and comment and vote to grow your community.
Illustration

You may also like

  • Mina
  • Warum man Fliegen isst, obwohl man Apfel haben kann
  • Undefinable Thoughts
  • Die eine Chance, die niemand sah
  • Jemands Leben - nur viel davon
  • Glassplitter - und niemand sah, das ich blutete.
  • AD FUTURUM - NIE FÜR UNS
  • Psychiatrie - Lasst uns zusammen sterben
Mina

[E] markiert Kapitel mit sexuellem Inhalt. Was macht man eigentlich, wenn man Anfang Dreißig ist, keinen Partner, keine Kinder, keinen Hund und keinen Garten hat, aber auch keinerlei Bedürfnis, das zu ändern? Was tut man, wenn Gleichaltrige von Familien, Häusern, Kindergartenplätzen und familienfreundlichen Hotels erzählen, sich besorgt erkundigen, ob man denn so wirklich glücklich sei und ohne die Antwort ernst zu nehmen, ungefragt Tipps zur Partnersuche oder zur Fortpflanzung geben? Eigentlich gar nicht so unerwartet: man macht weiter wie früher. Statt für ein Studium quält man sich irgendwann für die Arbeit aus dem Bett, dadurch kann man irgendwann aufwändigere Dinge kochen, als Nudeln, statt die Wochenenden auf Partys bei allen möglichen Freunden zu verbringen, verbringt man sie fast nur noch mit den ebenfalls nicht ‚sesshaft' gewordenen Freunden, statt billig-Techno in dem Club mit den günstigen Getränken schätzt man irgendwann vielleicht andere Musik ohne auf die Getränkepreise zu achten. Aber sonst ändert sich nicht viel. Dass man, obwohl die ‚ersten Male' im Leben mit den Jahren stetig abnehmen, immer noch neue Dinge erlebt und sogar sich selbst nochmal neu kennenlernt, bestätigt einen hin und wieder, dass man mit Ü30 noch lange nicht alt ist, auch wenn einem - gerade als Frau - Werbung für Faltencreme, die Erinnerung des Gynäkologen, dass Schwangerschaften bald ein erhöhtes Risiko für alles Mögliche bergen und die Erinnerungen, was Andere in dem Alter schon alles erreicht hatten, etwas Anderes suggerieren.

More details
WpActionLinkContent Guidelines