Aground || N.H *Slow Updates*

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WpMetadataNoticeLast published Mon, May 16, 2016
"Wir sind alleine hier, oder?" Niall schaute sich verzweifelt in alle Richtungen um. "Schlau erkannt, Schwachkopf." Ich verdrehte die Augen und musste mich schwer beherrschen, ihm keinen Schlag auf den Hinterkopf zu verpassen. Obwohl, vielleicht würde das seine zurückgebliebenen Gehirnzellen aufwecken und ihn daran erinnern, in welchem Jahrzehnt wir sind. "Und was sollen wir jetzt machen?", fragte er und stieß hörbar die Luft aus. "Also ich weiß ja nicht was du machen wirst, aber ich versuche von hier wegzukommen und das so schnell wie möglich, denn ich halte es keine Sekunde länger mehr mit dir hier aus. Deine Dummheit schadet meinem ausgeprägten Gehirn." Ich schenkte Niall ein zuckersüßes Grinsen und stolzierte durch den weichen Sand in die entgegengesetzte Richtung. "Ich dich auch Stella, ich dich auch", rief er mir hinterher, was mich erneut die Augen verdrehen ließ. Verblödeter Hirni. Danke Gott, dass ich gerade mit ihm hier landen musste. Was für eine Bereicherung. ** Copyright © 2014 by suddenlouis All rights reserved. Soundtrack: http://8tracks.com/tommosheart/aground-n-h Cover by @dropthathoran ♥
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Seine Worte liefen mir eiskalt den Rücken hinunter, rührten etwas in mir, dass ich vor Jahren in meinem Teerloch versenkt hatte und niemals wiederhaben wollte. Doch der schwere Griff der Traurigkeit war wieder da und drückte mein Herz zusammen. Als ich an das Begräbnis meiner Cousine dachte, bei der es ihr Vater nicht einmal gewagt hatte zu kommen, ihre Familie mit ihrem Kummer und Schmerz alleine ließ, weil er sich nicht mehr mit ihr verbunden gefühlt hatte, schossen mir Tränen in die Augen. Tränen, die ich seit Jahren abgelegt hatte, um nicht schwach zu sein, emotionslos zu werden, stark und unnahbar, unfehlbar. „Es tut mir leid, Lucifera. Es tut mir leid, was ich deiner Cousine angetan habe.“ Ich schloss die Augen, konzentrierte mich auf meine Atmung, einzig und allein auf meine Atmung. Langsam. Ein und aus. Langsamer atmen. Gleichmäßig. Ein und aus. Das Beben der Traurigkeit verschwand. Der Schmerz verpuffte, bevor er sich richtig ausbreiten konnte und meine Tränen versiegten, noch bevor sie übertraten. Mein Inneres war wie leer gefegt, als ich meine Augen öffnete und mit einer emotionslosen Miene die Wand anstarrte. Flüssig stand ich auf und ging um das Sofa herum auf Niall zu. Mit jedem Schritt den ich auf ihn zuging, wich er einen zurück. Meine Ausstrahlung musste das pure Böse sein, schlimmer als alles was er jemals erlebt hatte. Ich war die Ruhe vor dem Sturm, so emotionslos, ruhig und gefasst, dass die Wut in wenigen Augenblicken über mich hinweg rollen würde und ihn vernichten würde.

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