Der Nebel

Der Nebel

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WpMetadataNoticeLast published Thu, Dec 10, 2020
Er rannte. Er atmete. Seine Lunge sog die Luft in seinen Körper ein und gewährte ihr Eintritt zu seinem Inneren. Sein Herz verteilte die Partikel in seinem Blut. Es pochte schneller, je länger Luca rannte. Der Nebel zog seinen Weg durch seine Blutgefäße, nahm Besitz von ihm. Schemerzhaft sammelte sich Flüssigkeit, undefinierbare Flüssigkeit vermischt mit unerträglicher Hitze und unerträglicher Kälte in seinem Gesicht. Er schrie, doch war da niemand da, um seine Schreie zu hören. Links lief eine Frau mit schmerzerfülltem Gesicht vorbei, ihre Arme haltend und vor dem Nebel rennend vorbei. Aus anderer Richtung ein Mann, dessen Hinterkopf zu bluten begann. Die Schmerzen ließen Luca zucken, doch er rannte weiter. Blieb er stehen, könnte das sein Ende bedeuten. Blitze zuckten vor seinen Augen, rythmisch gemeinsam mit dem pochenden Schmerzen seines Gesichtes. Er fasste sich an die Stelle, die sich heißkalt anfühlte, doch was er da spürte, konnte er kaum realisieren; seine Haut bröckelte ab und das Fleisch kam darunter hervor. Blut rollte seinen Hals herunter und er dachte nur 'Gott! Was ist geschehen? Gerade war doch noch alles gut!'
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Nachdem meine Sicht durch den Sauerstoffmangel beeinträchtigt wurde und ich begann, schwarz zu sehen und zudem von einem Gefühl des Schwindels und der Übelkeit begleitet wurde, während meine Augenbrauen zusammengepresst und meine Augen vor Panik weit aufgerissen waren und kein Ausweg in Sicht schien, löste sich plötzlich seine Hand von meinem Hals, und meine Lungen füllten sich durch hektisches Atmen wieder mit Sauerstoff. Meine Augen, fest zusammengepresst vor Schmerz, und meine schmerzenden Handgelenke, die mir durch meine gebückte Haltung auf dem Stuhl zwar das Gefühl gab, mehr Luft zu bekommen, dafür aber die Fesseln weiter in meine Haut schnitten, sowie das feste und schnelle Atmen, füllten die nächsten Sekunden der Ruhe aus, und es schien, als wäre die Zeit stehengeblieben. Nachdem ich meine Augen geöffnet und sich meine Atmung und mein Puls normalisiert hatten, schaute ich dem Mann vor mir in die Augen und hoffte noch immer auf eine Erklärung für seine Worte, doch seinem Blick nach zu urteilen, würde mich in den nächsten Stunden oder vielleicht auch in den nächsten Tagen und Wochen nichts außer Schmerz erwarten; und ich hoffte, zu überleben und diesem Alptraum entfliehen zu können - auch wenn dies keineswegs ein Traum, sondern die bloße und kalte Realität zu sein schien, die sich so schnell nicht ändern würde.

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