Moon Blood
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WpMetadataNoticeLast published Sat, May 19, 2018
»Erde und Mond gehörten einst zusammen; durch ihre Trennung erlangten nur jene, die auf dem Mond lebten, die Kraft der Magie und der unendlichen Weisheit. Doch nun sollen sie aufs Neue vereint werden, zu dem Stern, der sie früher waren, und dies bedeutet, dass sich ein Mondjunge und ein Erdenmädchen in den Tod stürzen werden müssen.« Ich bin ein Kämpfer. Timon ist mein Name, Grausamkeit ist mein zweiter, das Feuer in mir wartet nur darauf, herauszukommen und alles um mich herum zu zerstören und in Schutt und Asche zu legen. Ich bin stark, ich bin mutig, ich zögere nicht. Deswegen wurde ich ausgewählt, um auf die Erde zu gehen und mich zu opfern. Und das werde ich tun, auch wenn ich weiß, dass ich dafür sterben muss. Ich, und die Tochter der Erde. Wieder hörte ich diese Stimme in meinem Kopf. Sie war so schrill und durchdringend, dass es sich anfühlte, als würde die ganze Umgebung um mich herum verschwimmen. Seit meinem vierzehnten Geburtstag hörte ich sie lauter als sonst, und auch andere verwirrende Dinge, Träume, Gefühle ergriffen von mir Besitz. Ich hatte Angst, große Angst vor dem, was geschehen würde, wenn ich der Stimme folgte und das Haus verließ. Doch mit jedem Tag, jeder Woche, jedem Monat, der verging, fühlte ich mich eingesperrter, mit jeder Minute, die verstrich, spürte ich stärkeren Drang zu gehen. Und so ging ich.
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𝕎𝕒𝕣𝕟𝕦𝕟𝕘: 𝐁𝐞𝐢 𝐝𝐢𝐞𝐬𝐞𝐫 𝐆𝐞𝐬𝐜𝐡𝐢𝐜𝐡𝐭𝐞 𝐭𝐡𝐞𝐦𝐚𝐭𝐢𝐬𝐢𝐞𝐫𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐓𝐡𝐞𝐦𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐞 𝐃𝐞𝐩𝐫𝐞𝐬𝐬𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐒𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭𝐦𝐨𝐫𝐝. Aylin lebt im Waisenhaus. Sie hat niemanden. Doch eines Tages erhält sie einen Brief. Erlebe mit, wie dieser Brief ihr ganzes Leben schlagartig verändert. Ist sie bereit dafür? Und noch viel wichtiger: Will sie das überhaupt? Es gibt Menschen, die verabscheuen einander. Dann gibt es noch welche, die immer sympathisch erscheinen, es aber keinesfalls sind und dann gibt es noch mich... Ich weiß nicht, wo man mich unserer Gesellschaft zuordnen kann. Das Einzige, was ich weiß, ist, dass ich keinesfalls sympathisch erscheine. Und ich errege auch keine Aufmerksamkeit. Deswegen versteh ich auch nicht, wieso ich plötzlich wahrgenommen werde, obwohl ich die ganzen anderen Jahre doch auch nicht wahrgenommen wurde. 𝖳𝖾𝗑𝗍𝖺𝗎𝗌𝗌𝖼𝗁𝗇𝗂𝗍𝗍: Es war menschenleer. Niemand würde mich sehen, wenn ich springen würde. Niemand. Ich zweifelte kurz. Dann spürte ich, wie die Entschlossenheit und der Wunsch des Todes, des Glücks, Oberhand gewannen. Endlich zweifelte ich nicht mehr, nein. Ich fragte mich nur, was danach kommen würde. Was passierte nach dem Tod? Mit mir? Mit den Menschen hier? Ich würde es gleich herausfinden. Jetzt. Ich sprang vom Geländer. Fühlte, wie der Wind meine Haare verknotete. Spürte, wie sich meine Kleidung enger anfühlte. Es fühlte sich an, als würde ich fliegen. Ich genoss es. Genoss diesen Moment der Freiheit. Diesen Moment des Muts. Genoss diesen Flug. Angefangen: 10.06.2020 Beendet: 17.04.2021 *Diese Geschichte wurde geschrieben als ich noch jünger war, was man trotz mancher überarbeiteter Kapitel erkennen kann :)

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