Es ist nicht die erste lange Reise, die Mathilde Saalfeld unternimmt. Aber es lässt sich nicht leugnen, dass sie auf diese ganz besonders hingefiebert hat. Mathilde gehört zu den Menschen, die in ihren Kreisen "Traveller" genannt werden. Sie und die Anderen, es gibt schätzungsweise 50 weltweit, werden in die Vergangenheit geschickt um Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur oder Politik zu helfen, schwierige Phasen ihres Lebens zu überbrücken. Und als Mathilde an jenem 13. Juli, ein Samstag, erwacht, findet sie sich im Jahr 1918 wieder, in dem nordwestböhmischen Dorf Zürau. Der Ort, an dem der, zu jener Zeit noch unbekannte Autor Franz Kafka vorrübergehend bei seiner Schwester lebt um dem Lärm zu Hause in Prag zu entfliehen.
Christina hatte sich ihre Sommerferien wirklich anders vorgestellt, denn ein Besuch bei der verschrobenen Patentante Mathilde, die sich sonst doch auch nie meldete, scheint kaum eine gelungene Ferienplanung eines siebzehnjährigen Mädchens zu sein. Und dann kommen auch noch diese plötzlichen Albträume.
Doch welche Geheimnisse wirklich hinter der Frau stecken und was das Dorf ihrer Tante noch alles für Christina bereithält, hätte sie nie für möglich gehalten.